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Die 13 Monate

Ein Abend mit Erich Kästner

Eine lyrisch-heitere Reise durch das Jahr unternahm Erich Kästner in seinem letzten Gedichtband. Hans-Jürgen Schatz und Alexander Rueß verbinden die Gedichte mit Jazz-Standards, in denen Eier legende Osterhasen, der Mozart des Kalenders und herbstliche Gerüche aus einer fast vergessenen Welt atmosphärisch nachschwingen.

Die 13 Monate – Ein Abend mit Erich Kästner

„Wem zwölf genügen, dem ist nicht zu helfen.“ Erich Kästners Gedichtzyklus „Die 13 Monate“ ist mehr als eine oberflächliche Bestandsaufnahme der Jahreszeiten. Pointiert reflektiert der Lyriker die hervorstechenden Merkmale der 12 Monate, appelliert an unsere Kindlichkeit, Phantasie und Naturliebe, denkt darüber nach, was die Zeit mit uns, was wir mit ihr machen und ersinnt einen dreizehnten Monat mit allem Schönen des Jahres, um zu schließen: „Geduld, mein Herz. Im Kreise geht die Reise. Und dem Dezember folgt der Januar.“

Das 1955 veröffentlichte Buch war der letzte Gedichtband Kästners, dessen Geburtstag sich 2024 zum 125. Mal jährt. Die Sammlung besteht aus 13 Gedichten von unterschiedlicher Länge und in unterschiedlichem Versmaß. Die ersten zwölf behandeln je einen Monat in der Reihenfolge des Kalenders. In vielen tritt der besungene Monat selbst in personifizierter Form auf.

In jedem Gedicht preist Kästner die Schönheit, aber auch die melancholischen Seiten der jeweiligen Jahreszeit. Häufig wird das Thema des unweigerlichen Vergehens der Zeit aufgegriffen. Das Gedicht Der Januar beginnt mit der Beschreibung des Jahres als neugeborenes Kind. Durch das ganze Werk zieht sich das Motiv des Älterwerdens des Jahres, bis es in Der Dezember schließlich alt ist und sich auf den Abschied vorbereitet.

Das letzte Gedicht Der dreizehnte Monat beschreibt einen fiktiven „Schaltmonat“, der aus dem Besten aus allen anderen Monaten besteht. Am Ende gelangt Kästner zu der Einsicht, dass es einen solchen Monat nicht geben kann.

Kästners romantisches Spätwerk hat zahlreiche Komponisten zu Vertonungen angeregt. Hans-Jürgen Schatz und Alexander Rueß verbinden in ihrem Programm die melancholisch-heiteren Gedichte mit Jazz-Standards, in denen Eier legende Osterhasen, der Mozart des Kalenders und herbstliche Gerüche aus einer fast vergessenen Welt atmosphärisch nachschwingen.

Informationen

Hans-Jürgen Schatz

Alexander Rueß

Hinweis zum historischen Kontext:

Die historischen Texte und Abbildungen dieser Rückschau (bis in die 1950er Jahre) stammen aus den jeweiligen Programmheften und Fotosammlungen und spiegeln ihre Zeit. Sie könnten Begriffe und Darstellungen enthalten, die heute als diskriminierend oder unangemessen gelten. Die Eutiner Festspiele distanzieren sich daher ausdrücklich von solchen Inhalten. Auch die Erwähnung teils umstrittener Persönlichkeiten erfolgt ausschließlich im historischen Zusammenhang. Der digitale Rückblick soll Geschichte transparent machen und zur kritischen Auseinandersetzung mit Sprache, Haltung und Zeitgeschehen anregen. Wo erforderlich, ergänzen wir erläuternde Hinweise. Hinweise auf sachliche Fehler oder notwendige Kontexte nehmen wir gerne unter entgegen.

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Eutiner Festspiele, Juni 2025