Sein Konzept beschreibt Friedrich Szepansky mit drei Worten: „Konzertstunde klassisch – unterhaltend“. Das Ergebnis ist ein Kammerkonzert des Quintetts „Chant et Jeu“, bei dem Instrumentalmusik den Rahmen für halbszenische Liedvorträge bildet.
Das Programm „Jahreszeiten einer Liebe“ sind 16 deutsche und französische Lieder der Romantik bis Spätromantik, Werke von Ludwig van Beethoven und Gabriel Fauré sowie ein 20-minütiger Streifzug durch das Musical „West Side Story“, den der Leiter des Ensembles, Friedrich Szepansky, für das Quintett arrangiert hat. Ausführende sind Christina Maria Gass (Sopran), André Gass (Tenor), Vahram Sardaryan (Violine), [nbsp]Noelia Balaguer Sanchis (Violoncello) und Friedrich Szepansky (Klavier und Moderation).
Jede Beziehung gleicht dem Lauf eines Jahres mit wechselnden Jahreszeiten, sagt Friedrich Szepansky: Den Frühlingsgefühlen der Jungverliebten folgt der Sommer der Liebe, in dem alles so einfach und unbeschwert zu sein scheint. Es folgt der Herbst, in dem erste Krisen Kompromisse fordern und manchmal scheint die Gewohnheit die Liebe verdrängt zu haben, in dem es aber auch noch schöne, „goldene Tage“ gibt. Im Winter folgt das Ende jeder Beziehung mit einer Trennung der Partner aus verschiedensten Gründen.
Christina Maria Gass (Sopran) und André Gass (Tenor) spüren den Jahreszeiten der Liebe in Kunstliedern deutscher und französischer Komponisten nach. Im letzten Konzertteil der Jahreszeitenverlauf einer Liebe als Medley aus der Bernsteins West-Side-Story.
Friedrich Szepansky, 1959 in Garmisch-Partenkirchen geboren, erhielt nach dem Abitur eine Gesangsausbildung in Innsbruck und studierte Dirigieren, Klavier sowie Musiktheorie in Köln und Düsseldorf. Er war anschließend stellvertretender Leiter verschiedener Musikkorps der Bundeswehr, übernahm 1991 die Leitung des Heeresmusikkorps 12 in Bayern, 1993 des Heeresmusikkorps 400 in Potsdam, 1996 des Heeresmusikkorps 1 in Hannover und 2008 bis Januar 2022 des Marinemusikcorps in Kiel. Seit seiner Pensionierung pflegt er Kammermusik als Pianist und bearbeitet weiter Werke für Ensembles und Orchester.
Christina Gass studierte Gesang in Essen und war auf zahlreichen Bühnen deutscher Theater in großen Partien zu sehen, Konzertreisen führten sie in die USA und Kanada, ein Engagement nach Brasilien. Seit 2018 ist sie Ensemble-Mitglied des Theaters Plauen-Zwickau.
André Gass lernte Klarinette und Gesang in seiner Geburtsstadt Straßburg und studierte in Lausanne. Er hat viele verschiedene Partien übernommen und debütierte an zahlreichen Bühnen, darunter Opern in Lausanne, Lyon und Paris. Seit 2018 ist er Mitglied des Theaterensembles [nbsp]Plauen-Zwickau.
Vahram Sardaryan, Jahrgang 1988, studierte Violine in seiner armenischen Geburtsstadt Eriwan und in Lübeck mit Master-Abschluss. Er spielte bei verschiedenen Orchestern, darunter die Hamburger Symphoniker, seit 2021 ist es festes Mitglied beim Philharmonischen Orchester Lübeck.
Noelia Balaguer Sanchis, 1988 in Ontinyent, Spanien, geboren, studierte Cello in Zaragoza und Lübeck, schloss im Juli 2019 ihr Masterstudium mit Bestnote ab. Schon während des Studiums in Lübeck hatte sie von 2016 bis 2018 einen Zeitvertrag bei den Hamburger Symphonikern, aktuell ist sie beim Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter Vertrag. Noelia Balaguer-Sanchis erteilt Cello-Unterricht und tritt mit der Belén Sánchez Pérez im Cello-Duo „DUOloncello” regelmäßig auf.
Informationen
Chant et Jeu
„Jahreszeiten einer Liebe“
Besetzung:
Christina Maria Gass: Sopran
André Gass: Tenor
Vahram Sardaryan: Violine
Noelia Balaguer Sanchis: Violoncello
Friedrich Szepansky: Klavier und Moderation
Programm: Instrumentalmusik von Ludwig van Beethoven und Gabriel Fauré, halbszenischer Liedervortrag von 16 deutschen und französischen Lieder der Romantik bis Spätromantik, Medley aus West Side Story
Hinweis zum historischen Kontext:
Die historischen Texte und Abbildungen dieser Rückschau (bis in die 1950er Jahre) stammen aus den jeweiligen Programmheften und Fotosammlungen und spiegeln ihre Zeit. Sie könnten Begriffe und Darstellungen enthalten, die heute als diskriminierend oder unangemessen gelten. Die Eutiner Festspiele distanzieren sich daher ausdrücklich von solchen Inhalten. Auch die Erwähnung teils umstrittener Persönlichkeiten erfolgt ausschließlich im historischen Zusammenhang. Der digitale Rückblick soll Geschichte transparent machen und zur kritischen Auseinandersetzung mit Sprache, Haltung und Zeitgeschehen anregen. Wo erforderlich, ergänzen wir erläuternde Hinweise. Hinweise auf sachliche Fehler oder notwendige Kontexte nehmen wir gerne unter info@eutiner-festspiele.de entgegen.
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Christian Becker, Eutiner Festspiele
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Vielen Dank allen Freundinnen und Freunden der Festspiele für Materialien und Leihgaben zur Vervollständigung der Übersicht.
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Eutiner Festspiele, Juni 2025