Erstattung beantragen

Die Macht des Schicksals

Leonora und Alvaro geraten durch ein tödlich endendes Missverständnis in eine verhängnisvolle Kette von Flucht und Trennung, während Leonoras Bruder Carlos auf Rache sinnt und die Liebenden über Jahre hinweg verfolgt. Am Ende kommt es im Kloster zur letzten Begegnung, in der Carlos Alvaro im Duell tödlich verwundet, Leonora stirbt und im Tod noch eine Versöhnung zwischen Alvaro und dem Schicksal herbeiführt.

Die Macht des Schicksals

1. Akt

Leonora die Vargas, die Tochter des Marchese von Calatrava erwartet ihren Geliebten Alvaro, den Abkömmling eines vornehmen Inka-Geschlechtes. Da sich der Vater ihrer Heirat widersetzt, wollen die Liebenden fliehen und sich heimlich trauen lassen. Die Flucht wird entdeckt. Alvaro, der den Konflikt ohne Gewalt lösen will, wird von den Dienern des Marchese überwältigt. Dabei löst sich aus seiner Pistole ein Schuß, der den Marchese tödlich trifft. Auf der Flucht vor Leonoras Bruder Carlos, der sich verpflichtet fühlt, den Vater zu rächen werden die Liebenden getrennt.

2. Akt

Leonora, die Männerkleidung trägt, trifft in einer Dorfschenke unerkannt mit ihrem Bruder zusammen. Sie entkommt abermals und flieht zu einem Kloster. Hier findet sie Schutz und es wird ihr eine Einsiedelei in der Nähe des Klosters zugewiesen.

3. Akt

Nach Jahren führt das Schicksal Alvaro und Carlos unter falschen Namen in einem Heerlager in Italien zusammen. Alvaro rettet dem bei einem Überfall schwer bedrängten Carlos das Leben und beide geloben sich ewige Freundschaft. In der Schlacht wird Alvaro schwer verwundet; er nimmt Carlos das Versprechen ab, im Falle seines Todes seine Briefe ungelesen zu verbrennen. Die Fügung will es, daß dem Briefpäckchen ein Bild Leonoras entfällt. Carlos weiß nun, daß er den Mörder seines Vaters gefunden hat. Die Abrechnung soll kommen, sobald Alvaro von seinen Wunden genesen ist.

Marketenderinnen, Soldaten entfesseln ein buntes Treiben. Melitone hält ihnen als Feldpater eine Büßpredigt. Als die Soldateska ihn zum Teufel jagen will, holt Preziosilla sie durch den Klang der Trommel zurück.

4. Akt

Alvaro will in einem Kloster Frieden und Vergessen finden. Er sucht — ohne es zu wissen — dasselbe Kloster auf, in dessen Nähe auch Leonora Zuflucht fand. Nach Jahren spürt Carlos den lange Gesuchten dort auf und zwingt ihn durch tiefe Beleidigungen zum Duell, in dem Alvaro Carlos tödlich verwundet. Leonora, aus der nahen Klause zur Hilfe für den Sterbenden herbeigerufen, erkennt Alvaro; sie beugt sich über den Bruder, der sie mit letzter Kraft ersticht und damit seine Rache vollendet. Leonora gelingt es im Tode, Alvaro mit dem Himmel zu versöhnen.

Informationen

DIE MACHT DES SCHICKSALS
GIUSEPPE VERDI
geb. 10. 10. 1813 in Roncole unweit Parma
gest. 27. 1.1901 in Mailand

FRANCESCO MARIA PIAVE
geb. 18.5.1810 in Murano bei Venedig
gest. 5.3.1876 in Mailand

Von seinen mehr als sechzig Textbüchern vertonte Verdi zehn. Mit der „Macht des Schicksals“ endete die Zusammenarbeit, weil eine schwere Krankheit Piave zwang, seinen Beruf aufzugeben.

Die Uraufführung der Oper fand am 10. 11. 1862 in St. Petersburg statt. Verdi überarbeitete das Werk später noch einmal. Da Piave nicht mehr arbeiten konnte, betraute er mit der Neufassung des Textbuches

ANTONIO GHISLANZONI
geb. 25.11.1824 in Barco
gest. 16. 7. 1893 in Caprino Bergamasco

Ghislanzoni war ursprünglich Opernbariton, später Musikschriftsteller und Librettist. In der neuen Fassung erschien die Oper am 20. 2. 1869 in Mailand zum ersten Male.

Hinweis zum historischen Kontext:

Die historischen Texte und Abbildungen dieser Rückschau (bis in die 1950er Jahre) stammen aus den jeweiligen Programmheften und Fotosammlungen und spiegeln ihre Zeit. Sie könnten Begriffe und Darstellungen enthalten, die heute als diskriminierend oder unangemessen gelten. Die Eutiner Festspiele distanzieren sich daher ausdrücklich von solchen Inhalten. Auch die Erwähnung teils umstrittener Persönlichkeiten erfolgt ausschließlich im historischen Zusammenhang. Der digitale Rückblick soll Geschichte transparent machen und zur kritischen Auseinandersetzung mit Sprache, Haltung und Zeitgeschehen anregen. Wo erforderlich, ergänzen wir erläuternde Hinweise. Hinweise auf sachliche Fehler oder notwendige Kontexte nehmen wir gerne unter entgegen.

Impressum

Herausgeber:
seit 2022: Eutiner Festspiele gGmbH
2010-2019: Neue Eutiner Festspiele gGmbH
2000-2010: Eutiner Festspiele gGmbH
1951-1999: Eutiner Sommerspiele GmbH
Alle Gesellschaften sind in die Eutiner Festspiele gGmbH überführt.

Archiverstellung:
Hans-Peter Förster, 23714 Bad Malente
Christian Becker, Eutiner Festspiele

Dank an das Stadtarchiv Eutin, Herrn Jakob Paul Sperrle und an die Eutiner Landesbibliothek, Frau Dr. Betty Brux-Pinkwart.

Vielen Dank allen Freundinnen und Freunden der Festspiele für Materialien und Leihgaben zur Vervollständigung der Übersicht.

Ansprechpartner für Ergänzungen und Rückfragen:
Christian Becker, Marketing

Programmierung:
intraDESIGN Logo

Eutiner Festspiele, Juni 2025