Die Handlung spielt in Terracina und schildert die Abenteuer des berüchtigten italienischen Banditen Fra Diavolo, der sich als Marquis verkleidet, um Reisende auszurauben. Im Mittelpunkt stehen seine Täuschungsmanöver, die Versuche der Soldaten, ihn zu fassen, sowie die Verwicklung mit einem jungen Paar, das in die Ereignisse hineingezogen wird. Die Oper verbindet komische Situationen, Verkleidungsspiele und leichte französische Musik des frühen 19. Jahrhunderts.
Informationen
Titel: Fra Diavolo oder Das Gasthaus zu Terracina
Originaltitel: Fra Diavolo ou L’hôtellerie de Terracine
Komponist: Daniel‑François‑Esprit Auber (1782–1871)
Libretto: Eugène Scribe
Gattung: Opéra-comique in drei Akten
Originalsprache: Französisch
Uraufführung: 28. Januar 1830
Ort der Uraufführung: Opéra-Comique, Paris
Handlungsort und -zeit: Dorf bei Terracina, Italien, um 1830
Spieldauer: etwa 2 Stunden
Zentrale Figuren: Fra Diavolo (Tenor), Lord Kokbourg (Bariton), Pamela (Mezzosopran/Alt), Lorenzo (Tenor), Matteo (Bass), Zerline (Sopran)
Über Aufführungen des „Fidelio" zu Beethovens Lebzeiten – Friedrich Treitschke
Es war Ende 1804, als Freiherr von Braun, der neue Eigentümer des k.k. priv. Theaters an der Wien, dem eben in voller Jugendkraft stehenden Ludwig van Beethoven antrug, eine Oper für jene Bühne zu schreiben. Durch das Oratorium: „Christus am Ölberge" hegte man den Glauben, daß der Meister auch für darstellende Musik, wie seither für Instrumente, Großes zu leisten imstande sei. Außer einem Honorare bot man ihm freie Wohnung im Theatergebäude. Joseph Sonnleithner übernahm die Besorgung des Textes und wählte das französische Buch: „L'amour conjugal", obgleich es schon mit Musik von Gaveaux versehen, auch italienisch als „Leonora" von Paer komponiert, nach beiden Bearbeitungen aber in das Deutsche übersetzt war. Beethoven fürchtete seine Vorgänger nicht, und ging mit Lust und Liebe an die Arbeit, die Mitte 1805 ziemlich zum Ende gelangte.
Indessen zeigten sich für die Aufführung beträchtliche Schwierigkeiten. Nur die weiblichen Rollen konnte man durch Dlle. Milder und Müller genügend besetzen, die Männer ließen desto mehr zu wünschen übrig. Es erschienen ferner manche Mängel in der Einrichtung des Textes, denen noch nicht abgeholfen wurde; — aus der Ferne wälzte sich aber das Ungewitter eines Krieges gegen Wien und raubte den Zuschauern die zum Genüsse eines Kunstwerkes erforderliche Ruhe. Doch eben deswegen bot man das Möglichste auf, die sparsam besuchten Räume des Hauses zu beleben. „Fidelio" sollte das Beste tun, und so ging die Oper, unter keineswegs glücklicher Konstellation, am 20. November in Szene. Mit Bedauern empfanden wir, daß das Werk seiner Zeit vorausgeeilt war und von Freunden und Feinden wenig begriffen wurde. Man gab es nur drei Tage nacheinander und unterließ die Wiederholung bis 29. März 1806. Einige unwesentliche Veränderungen, z. B. die, daß das Vorhandene in zwei, statt in drei Aufzüge geteilt war, konnten die bestehende ungünstige Meinung nicht vertilgen. Noch einmal, am 10. April, wurde es gegeben und dann dem Staube der Theater-Bibliothek überantwortet. Einige gleichzeitige Versuche damit auf Provinzbühnen hatten keinen besseren Erfolg.
Friedrich Treitschke
Fortsetzung Wilhelmine Schroeder-Devrient
Es war im Jahre 1823, als man zur Geburtstagsfeier des verewigten Kaisers Franz I. im Kärntnertor-Theater zu Wien Beethoven's seit mehreren Jahren ruhenden Fidelio neu einstudierte. Kaum die Kinderschuhe ausgetreten, hatte ich damals schon meine schüchternen Versuche als angehende Sängerin gemacht, und wohl mehr aus Mangel einer anderen, passenderen Darstellerin, als aus der Überzeugung, daß ich der Rolle der Leonore schon gewachsen, wurde mir die schwierige Partie anvertraut . . .
Auf den Proben, die der damalige Kapellmeister Umlauf leitete, wurde bald das Unzureichende meiner unentwickelten Kinderstimme erkannt und mir vieles in meiner Partie geändert, damit der Effekt nicht allzusehr leide. Die letzten Proben waren angesetzt, als ich vor der Generalprobe erfuhr: Beethoven habe sich für die Feier des Tages die Ehre ausgebeten, sein Werk selbst dirigieren zu dürfen. Mich überfiel bei dieser Nachricht eine unsägliche Angst, und noch erinnere ich mich meiner grenzenlosen Ungeschicklichkeit auf der letzten Probe, die meine arme Mutter wie die mich umgebenden Mitwirkenden zur Verzweiflung brachte.
Aber Beethoven saß im Orchester und schwang den Taktstock über alle Häupter, und ich hatte den Mann vorher nie gesehen! — Damals war das physische Ohr des Meisters bereits für alle Klänge verschlossen, verwirrten Antlitzes, mit überirdisch begeistertem Auge seinen Taktstock unter heftigen Bewegungen hin und her schwingend, stand er mitten unter den spielenden Musikern und hörte keinen Ton! Sollte nach seiner Meinung piano gespielt werden, so kroch er fast unter das Notenpult, und wollte er das Forte, so sprang er hoch empor mit den seltsamsten Gebärden, die wunderlichsten Laute ausstoßend.
Mit jedem Musikstück wurde uns allen ängstlicher zu Mute, und mir war es, als ob ich eine von Hoffmanns phantastischen Figuren vor mir auftauchen sähe. Es konnte nicht fehlen, daß der gehörlose Meister Sänger und Orchester in die größte Confusion und gänzlich aus dem Takt brachte, und keiner mehr wußte, wo er war. Von alledem aber wußte Beethoven nichts, und so brachten wir die Probe mit Mühe zu Ende, von welcher er ganz befriedigt zu sein schien, denn er legte mit heiterem Lächeln den Taktstock aus der Hand.
Unmöglich aber war es, ihm die Aufführung selbst anzuvertrauen, und Kapellmeister Umlauf mußte das herzzerreißende Geschäft übernehmen, ihn darauf aufmerksam zu machen, daß unter seiner Leitung die Oper nicht gehen könne. Mit einem schwermütigen Blick zum Himmel soll er resigniert haben, und so fand ich ihn den folgenden Abend bei der Aufführung, in tiefsinniges Nachdenken versunken, hinter Umlauf im Orchester sitzen.
Mit welchem Enthusiasmus Fidelio damals vom Wiener Publikum wieder begrüßt wurde, wird Ihnen bekannt sein, so wie auch, daß dieses unsterbliche Werk seit jener Zeit einen bleibenden Platz auf dem deutschen Bühnenrepertoir gefunden hat. Mit begeisterter Hingebung löste an jenem Abend jeder beteiligte Künstler seine Aufgabe; denn wer hätte nicht gern seinen letzten Lebenshauch für den armen Meister gegeben, der allein von all dem Herrlichen, was er geschaffen, nichts hörte!
Wilhelmine Schroeder-Devrient
Zur Aufführung der Oper „Fra Diavolo“
Bei jeder Musikpartitur, die Auber in seinem Alter herausgab, pflegte er zu sagen: „Für diesmal ist es mein letztes Werk!" Als ihn bei einem solchen Anlaß jemand fragte, ob er denn wieder an einer neuen Oper arbeite, sagte er gleichsam beschämt: „Ich bin so töricht!"
Einst kehrte der greise Auber von einer Beerdigung zurück und sagte zu seinen Begleitern: „Ich werde wohl heute zum letzten Male als Amateur auf dem Kirchhof gewesen sein!"
Noch auf dem Totenbett verließ ihn sein Humor nicht. Er war schon dem Tode nahe, und doch sprach er mit der gewohnten Munterkeit mit jenen, die zum Besuch zugelassen waren. Der Direktor der „Concerts populaires" kam ebenfalls, und natürlich drehte sich das Gespräch am Krankenbett um Kunst. „Mein lieber Pasdeloup", sagte Auber, „Sie lieben also immer noch die Musik?" „Immer", mein lieber Maestro, aber nicht mehr als Sie!" „O ich, bei mir ist das etwas anderes! Ich habe sie bis zum 35. Jahre geliebt — eine wahre Jünglingsleidenschaft! Ich habe sie geliebt, solange sie meine Geliebte war — dann ist sie mein Weib geworden!"
Fra Diavolo (Bruder Teufel) war einmal ein Mönch, der den Namen Fra Angelo (Bruder Engel) trug. Im 19. Jahrhundert soll er sein Unwesen in den Abruzzen getrieben haben. Heute ist jedoch nicht mehr genau festzustellen, wer sich hinter diesem Namen verbarg, ob es der Anführer der Kalabreser (Besitzer der breitkrempigen Hüte) namens Antonio Gargiulo war, der 1803, 1821 und 1823 große Raubüberfälle verübt hatte, oder aber Michael Pezza, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, seine italienische Heimat vom napoleonischen Joch zu befreien. Pezza wurde von Truppen des Königs, der von Bonaparte in Italien eingesetzt war, gefangengenommen und gehenkt.
Als direkte Anregungen für die Oper von Scribe und Auber gelten verschiedene Quellen: Die Opern von Lesueur und Mehul mit dem gleichen Titel „Le Caverne" (Die Höhle), die eine Räuberepisode aus dem Schelmenroman „Gil Blas" von dem bekannten französischen Komödiendichter Lesage gestalten. Eine weitere Quelle ist das 1808 in Paris erschienene Spektakelstück „Fra Diavolo, Chef des Brigands dans les Alpes" von Cuvellier und Franconi, das in Wien 1822 parodiert wurde und unter dem Titel „Die Räuber in den Abruzzen" über die Bühne ging.
All diese Werke blieben in ihrer Wirkung auf ihre Zeit beschränkt. Lediglich das Meisterwerk dieser Gattung „Fra Diavolo oder das Gasthaus bei Terracina" von Scribe und Auber vermochte sich bis in unsere Zeit zu erhalten und findet auch heute immer wieder neue Freunde.
Fortsetzung Richard Wagner
Ein musikalisches Witzblatt theilte kürzlich ein anekdotisches Gespräch des hochbetagten Greises mit, in welchem er sich darin äußerte, die Musik sei für ihn bis zu seinem fünfunddreißigsten Jahre eine Geliebte, von da an aber seine Frau gewesen; womit er zu verstehen geben wollte, daß er seitdem zu seiner Kunst in ein kühles Verhältnis getreten sei. Auber war bereits stark über jenes von ihm angenommene Alter der Jugendliebe hinaus, als er die „Stumme" schrieb: sehr charakteristisch wäre es, wenn er den hervorragenden Werth gerade dieser Arbeit später in der Art unterschätzte, daß er die Zeit ihrer Abfassung bereits in die Periode seines Erkaltens setzen zu müssen glaubte.
Das Urtheil Auber's über sich selbst würde, bei der Nichtigkeit dieser letzteren Annahme, in auffallender Weise mit jener geringschätzigen Ansicht seiner Landsleute, von welcher ich die anfänglich berichtete verwunderliche Erfahrung machte, übereinstimmen. Ich überzeugte mich mit der Zeit wirklich auch immer mehr davon, daß die Beachtung, welche sich in Paris dem so ungemein produktiven Komponisten für die Dauer zugewendet erhielt, nur seinen Arbeiten für die „Opera Comique" galt, wogegen man sein zeitweiliges Erscheinen auf der großen Oper immer mehr nur als eine Verirrung auf ein ihm ungehöriges Gebiet ansah, welche ihm, aus Rücksicht auf seine sonstigen Verdienste, eben nur etwa zu verzeihen wäre.
Wirklich fühlte sich Auber, wie alle seine opernkomponierenden Landsleute, eigentlich nur auf jener, dem Pariser Geschmacke einzig recht vertrauten, bescheidenen lyrischen Bühne zu Hause, und hier ist er aufzusuchen, wenn er in seinem natürlichen Elemente erkannt werden soll. Aber hier zeigt es sich denn nun, warum dieser französische Meister uns Deutschen unnachahmbar, ja in Wahrheit einflußlos auf uns, selbst da blieb, wo er uns wirklich unwiderstehlich hinriß.
Richard Wagner 1871
Handlung „Fra Diavolo“
Soeben hat der berüchtigte Wegelagerer Fra Diavolo einen alten reisenden Engländer und seine hübsche junge Gattin im Reisewagen ausgeplündert. Die Überfallenen flüchten sich in den Gasthof Mattcos, wo gerade eine Gruppe Dragoner fröhliche Lieder singt. Sie sind ausgesandt, um den Räuber Fra Diavolo, der die Straßen unsicher macht, zu fangen. Unter ihnen befindet sich Lorenzo, der das Wirtstöchterlein Zerline liebt, sie aber an einen reicheren Nebenbuhler zu verlieren fürchtet. Der von Lord Kookburn ausgesetzte hohe Preis auf den Kopf des Räubers und die Wiederbringung des gestohlenen Gutes entfacht seinen Diensteifer in besonderer Weise. Die Dragoner machen sich auf und bringen tatsächlich etwas von den entwendeten Gegenständen zurück. Gleichzeitig betritt ein distinguierter Fremder den Gasthof, ein „Marquis de San Marco". Es ist Fra Diavolo persönlich, der die Engländer bei Nacht weiter auszurauben hofft.
Bei der Ausführung dieses Vorhabens kommt es allerdings zu mehreren teils heiteren, teils bedrohlichen, teils pikanten Zwischenfällen. Zu den letzteren gehört, daß der Räuberhauptmann mit zwei seiner Untergebenen im Zimmer Zerlines versteckt zusehen müssen, wie das reizende junge Mädchen sich entkleidet und zu Bett geht. Zu den bedrohlichen, daß plötzlich Alarm geschlagen wird, da das Gerücht auftaucht, es seien Banditen in der Nähe; zu den heiteren, daß der „Marquis de San Marco" den Verfolgern lächelnd entgegentritt und um Verschwiegenheit über sein „galantes Abenteuer" bittet.
Der Lord und Lorenzo sind gleichermaßen aufgebracht, da die Frage offenbleibt, wem das Werben des noblen Fremden galt: Pamela oder Zerline? Der Räuber weiß sich geschickt aus allen Verwicklungen zu befreien. Doch sein Sieg währt nicht lange. Er hat seinen Kumpanen Weisungen gegeben, wie am nächsten Tage das Wirtshaus zu überfallen sei. Deren Weinlaune aber lockert die Zungen und läßt sie auch ein Liedchen singen, das Zerline beim Schlafengehen vor sich hinträllert. Lorenzo zwingt sie nun, das verabredete Zeichen zu geben. Fra Diavolo geht in seine eigene Falle und muß fliehen. Lorenzos Heirat mit Zerline steht nun, dank der Belohnung von Lord Kookburn, nichts mehr im Wege.
„Fra Diavolo Ensemble“
EUTINER SOMMERSPIELE 1965
OPER IM SCHLOSSPARK – 20 Uhr
Fra Diavolo
oder
Das Gasthaus von Terracina
Komische Oper in drei Akten von Eugene Scribe
Musik von Daniel François Esprit Auber
Musikalische Leitung: Erwin Jamrosy / Wolfgang Scheringer
Inszenierung: Kurt Brinck
Bühnenbild: Philipp Blessing
Chöre: Fritz Arndt
Regieassistent: Dietrich Kurth
Personen:
Fra Diavolo, Räuberhauptmann, unter dem Namen des Marquis von San Marco – Gieselbert Wolfgang Kassel
Lord Kookburn, ein reisender Engländer – Ernst Alexander Lorenz
Lady Pamela, seine Gemahlin – Inka Polic
Lorenzo, Offizier bei den römischen Dragonern – Horst Hoffmann
Matteo, Gastwirt – Günter Merlau
Zerline, seine Tochter – Erna Maria Duske
Beppo – Hans Holm-Clausen
Giacomo – Peter Brunsmeier
Francesko – Dietrich Kurth
Ein Soldat – Günther Korth
Ein Bauer – Peter Rasch
Ort der Handlung: ein Gasthaus in den Abruzzen
Zeit: Vergangenheit
Hamburger Symphoniker
Chor der „Eutiner Sommerspiele“
Beleuchtung: Harry Eichmann
Technische Leitung: Alwin Stroh
Kostüme: Erwin Rath
Masken: Lothar Noack
Inspizient: Dieter Ehlers
Pause nach dem 1. und 2. Akt
Hinweis zum historischen Kontext:
Die historischen Texte und Abbildungen dieser Rückschau (bis in die 1950er Jahre) stammen aus den jeweiligen Programmheften und Fotosammlungen und spiegeln ihre Zeit. Sie könnten Begriffe und Darstellungen enthalten, die heute als diskriminierend oder unangemessen gelten. Die Eutiner Festspiele distanzieren sich daher ausdrücklich von solchen Inhalten. Auch die Erwähnung teils umstrittener Persönlichkeiten erfolgt ausschließlich im historischen Zusammenhang. Der digitale Rückblick soll Geschichte transparent machen und zur kritischen Auseinandersetzung mit Sprache, Haltung und Zeitgeschehen anregen. Wo erforderlich, ergänzen wir erläuternde Hinweise. Hinweise auf sachliche Fehler oder notwendige Kontexte nehmen wir gerne unter info@eutiner-festspiele.de entgegen.
Impressum
Herausgeber:
seit 2022: Eutiner Festspiele gGmbH
2010-2019: Neue Eutiner Festspiele gGmbH
2000-2010: Eutiner Festspiele gGmbH
1951-1999: Eutiner Sommerspiele GmbH
Alle Gesellschaften sind in die Eutiner Festspiele gGmbH überführt.
Archiverstellung:
Hans-Peter Förster, 23714 Bad Malente
Christian Becker, Eutiner Festspiele
Dank an das Stadtarchiv Eutin, Herrn Jakob Paul Sperrle und an die Eutiner Landesbibliothek, Frau Dr. Betty Brux-Pinkwart.
Vielen Dank allen Freundinnen und Freunden der Festspiele für Materialien und Leihgaben zur Vervollständigung der Übersicht.
Ansprechpartner für Ergänzungen und Rückfragen:
Christian Becker, Marketing
Eutiner Festspiele, Juni 2025