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Neue Konzertreihe als musikalisches Lebenszeichen

aus: OHA-Online von Constanze Emde


Mehr als 80 Besucher erlebten die Premiere der neuen Konzertreihe der Festspiele. Weitere Konzerte im Oktober geplant.

100 Plätze für Zuhörerinnen und Zuhörer auf dem Freigelände an der Opernscheune Eutin
100 Plätze für Zuhörerinnen und Zuhörer auf dem Freigelände an der Opernscheune Eutin

Eutin | Bläser unter Bäumen am alten Bauhof. Das war ein Mut machendes musikalisches Lebenszeichen der Eutiner Festspiele. Als Auftakt einer neuen Konzertreihe spielten die Blechbläser der Kammerphilharmonie Lübeck vor 86 Zuhörern neu arrangierte Melodien aus berühmten Opern und Musicals.

Und wie bei den richtigen Eutiner Festspielen ging auch hier zunächst der Blick nach oben. Wird es regnen, blieb die bange Frage bis fast zum Schluss. Als dann endlich der Himmel aufriss, nahmen es einige gern als gutes Zeichen für die Zukunft der Festspiele. Ihr Geschäftsführer Falk Herzog begrüßte das Publikum. Normalerweise sei an diesem Abend der vorletzte Termin in der Spielzeit gewesen, aber seit April sei eben alles anders. In der neuen Konzertreihe habe man ein Format gefunden, um auf dem Bauhofareal Musik zu machen und später auch in Räumlichkeiten, denn die Reihe solle fortgesetzt werden. Wie Herzog später erläuterte, habe man die Probebühne in der Opernscheune zur Studiobühne ertüchtigt mit einem neuen Fußboden, einer Beleuchtungsanlage und Akustikverbesserungen. Ende Oktober sei voraussichtlich das nächste Konzert angedacht. „Es ist schwer zu planen, da sich die Regeln und Auflagen sehr schnell ändern. Wir hoffen aber, so die Sommerlücke schließen zu können und unsere Musiktradition fortzusetzen“, sagte Herzog.

Freischütz-Ouvertüre sorgt für Festspiele-Feeling bei den Fans
Ein bisschen Festspiel-Feeling kam spätestens bei den Klängen von Webers „Freischütz“-Overtüre, Verdis „Aida“, Mozarts „Zauberflöte“ und Bizets „Carmen“-Suite auf. Melodien und Medleys aus den Musicals „Lion King“ und der „Westside-Story“ rundeten das Programm ab. Wie bei der richtigen Oper zirpten auch hier die Grillen dazwischen, letzte September-Schwalben zwitscherten und ein paar Zaungäste sparten sich den Eintritt. Echte Festpiel-Fans hatten an diesem Abend ihren Wein und eine Wolldecke dabei. Für diese eine Stunde bester Unterhaltung sorgte ebenso der Moderator Tobias Hain. Der Trompeter stellte die einzelnen Musiker auf humorige Weise vor. Er verriet, wen Eutiner Ordnerinnen bei den Festspielen in der Vergangenheit als schönsten Posaunisten Eutins verehrten (Moritz Löffler, Tenorposaune), wer die meisten Diplome besitze und Patenonkel seines Sohnes sei, weshalb er so schleime (Helge Tischler, Bassposaune), wer nach eigenen Angaben aus dem „bayerischen Kongo“ stamme und mit seinem Drumset überzeuge (André Wittmann). Dann gebe es noch den walisischen Gast, der es für „Kiss me Kate“ mal mit dem Auto in drei Stunden von Düsseldorf nach Eutin geschafft habe (Tim Page, Horn) und Matthias Krebber, der wie alle anderen nicht nur ein hervorragender weit gereister Musiker sei, sondern auch ein begnadeter Fußballer. Eine Stunde musikalischer Hochgenuss, das wurde mit großem Applaus belohnt und einer Zugabe gekrönt.

Dizipliniert hatten sich die Besucher an die Maskenpflicht gehalten und freuten sich über den geschenkten Mund-Nasenschutz, der in der Kostümbild-Werkstatt der Festspiele genäht worden war.

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