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Neue Festspiel-Tribüne bis 2023 geplant

aus: SHZ-Online von Constanze Emde

Bund fördert Neubau mit 5,5 Millionen Euro, Land und Kreis stellen Unterstützung in Aussicht. Zeitplan ist sportlich.

EUTIN | Es gibt auch gute Nachrichten für Eutin und seinen kulturellen Leuchtturm in einem Sommer, in dem nahezu jedes Veranstaltungshighlight ausfallen muss: Die Planungen der Tribüne für die Eutiner Festspiele gehen voran – und die Finanzierung ist dank Bundesmitteln in Höhe von 5,5 Millionen Euro plus städtischen 600.000 Euro gesichert, Unterstützung von Land und Kreis sind in Aussicht.

Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Schon jetzt liefen und laufen Abstimmungsgespräche mit dem Kreis, der Stiftung Schloss Eutin sowie der Denkmalschutzbehörde, machten Bürgermeister Carsten Behnk und Susanne Stange vom zuständigen Stadtplanungsamt deutlich. „Die Signale sind sehr positiv, sowohl von der Denkmalpflege als auch vom Kreis“, so Behnk. Ein entscheidender Faktor für die Zeitersparnis: Die neue Tribüne muss im bestehenden Baufenster errichtet werden, damit es kein langwieriges neues B-Plan-Verfahren brauche. Doch das stelle laut Stange kein Problem dar.

Wettbewerb soll über den Sommer bis August vorbereitet werden

Der Vorschlag der Verwaltung: ein nicht-offener Wettbewerb mit vorgeschalteter Auswahl. „So stellen wir sicher, dass auch wirklich nur Büros teilnehmen, die Tribünenbau wirklich gut können. Wir haben Geld zur Verfügung und wollen und müssen das in Qualität umgesetzt kriegen“, sagte Stange. Im Bauausschuss direkt nach den Sommerferien, am 12. August, will Verwaltung mit den Stadtvertretern das Wettbewerbsverfahren erörtern. In einer zusätzlichen Stadtvertretersitzung noch im August sollen die Wettbewerbsunterlagen freigegeben werden, um im September mit dem Planungswettbewerb beginnen zu können. Dieser dauere sechs Monate.

Wettbewerbssieger soll im Februar 2021 feststehen, danach Entwürfe genehmigt und Aufträge vergeben werden

Im Februar 2021 soll das Preisgericht den Siegerentwurf küren, im März die Aufträge an Architekt und Tragwerksplanung vergeben werden und die etwa fünfmonatige Planungsphase beginnen. Im Juli 2021, also in einem Jahr, soll die Stadtvertretung den Entwurf für die neue Tribüne freigeben, damit bis Februar 2022 die Genehmigungsphase sowie die Vorbereitung der Vergabe stattfinden kann, um im April 2022 die Bauleistung zu vergeben und nach der Festspielsaison 2022 im August bis zum Saisonstart 2023 (voraussichtlich im Juni) die neue Tribüne fertig zu haben.

Bürgermeister: Mit Mitteln des Kreises könnte Überdachung finanziert und städtischer Anteil verringert werden

Behnk freute sich über die Finanzierungslage, der letzte Bescheid über weitere 3,9 Millionen Euro vom Bund (zusätzlich zu den bekannten 1,6 Millionen Euro) habe ihn erst im Mai erreicht. Mit dem Landrat sei er im Gespräch und der Kreis sich seiner Co-Finanzierung bei der Bedeutung der Festspiele für die Region bewusst, so Behnk. „Was vom Kreis on top kommt, kann für weitere Module wie die Überdachung genutzt werden und auch dazu dienen, den städtischen Anteil zu verringern“, sagte Behnk.

Die Aufgabe der Verwaltung bestehe nun darin, über den Sommer Antworten auf die Fragen zu finden, wie die Tribüne mit welchen Rahmenbedingungen am bestehenden Ort entwickelt werden soll, so Stange. „Die Wettbewerbsunterlagen zu erstellen, wird ein echter Meilenstein“, sagt sie.

Stadt verdankt ehemaligen Bauamtsleiter Henning Schröter die Entdeckung des Fördermittelprogramms

Die Stadt ist Eigentümerin des Bauwerks Tribüne. Dieses wiederum steht auf dem Grund und Boden der Stiftung Schloss Eutin, deren finanzielle Verantwortung beim Land liege, erklärte der Bürgermeister. „Wir haben ein Commitment im Vorfeld erzeugt, dass mich keine grundsätzlichen Probleme erwarten lässt. Es ist doch allen klar, dass wir die Tribüne im Sinne der Festspiele nutzen werden. Die 35 Veranstaltungen binnen der 90 Tage werden noch nicht vollends ausgenutzt von den Festspielen, auch nicht mit dem SHMF“, macht Behnk deutlich. Regelungen im städtischen Vertrage wie die Begrenzung der Veranstaltungen in einem gewissen Zeitraum werden neu beraten und verhandelt werden, zeigte sich auch Stange zuversichtlich. Im Rahmen der Tribünen-Arbeit ist Eutin auch noch mit dem jüngsten Bauamtsleiter Henning Schröter verbunden. Er ist nicht nur trotz neuem Arbeitgeber weiter in der Steuerungsgruppe tätig, sondern war es auch, der das passende Bundes-Förderprogramm für Kultur und Sport entdeckte.

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