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Festspiele ziehen überregional Publikum an

Die Eutiner Festspiele haben im zweiten Jahr in Folge die Grenze von 30.000 Besuchern übertroffen und sehen optimistisch in die Zukunft.

„Wir sehen, dass die Festspiele wieder eine solide Basis beim Publikum geschaffen haben. Deshalb starten wir hoffnungsvoll und mit interessanten Angeboten am 16. September mit dem Vorverkauf für die Saison 2020“, sagte Geschäftsführer Falk Herzog am Freitag in einer Pressekonferenz.

Er berichtete dabei von der Auswertung der Kundenadressen aus 2019. Demnach hatten von den 31.000 Kartenkäufern 14.000 Kunden mehr als 50 km Anreise nach Eutin. Besonders erfreulich sei, dass jeder siebte Besucher aus der Metropolregion Hamburg kam.

Von den 17.000 Besuchern mit Adressen innerhalb von 50 km um Eutin stammen 2.866 (knapp 10 Prozent) aus dem Bereich Eutin/Süsel. Stichprobenartig einige Zahlen zu den in Ostholstein ansässigen Festspiel-Besuchern: Malente: 851; Neustadt: 390; Oldenburg: 366; Scharbeutz: 448; T’Strand: 391; Ahrensbök: 229; Bosau: 199; Lensahn: 260; Kasseedorf: 274. Aus dem Nachbarkreis kamen aus Plön: 396, aus Preetz 358 und aus Behrensdorf 217 Kunden im Sommer 2019 zu den Eutiner Festspielen.

Falk Herzog: „Angesichts der Entfernungsangaben gehören Tagesbesucher in Ostholstein, aber auch Urlauber vom Strand zum dominierenden Gästepotenzial der Festspiele. Daneben können sich die Festspiele auf eine wieder wachsende Zahl von Stammgästen aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg mit Umland stützen. Damit erfüllen die Eutiner Festspiele durchaus den Anspruch, eine der bedeutendsten Kulturunternehmen im echten Norden zu sein.“

Der Geschäftsführer erinnerte darüber hinaus mit Blick auf die Haushaltsberatungen von Stadt und Kreis an die Ergebnisse der actori-Studie zu den Existenzbedingungen der Festspiele. Demnach  sind zwei Empfehlungen vordringlich. Die erste betrifft die finanzielle Förderung, die zweite eine Erneuerung der Infrastruktur fürs Publikum und den Bühnenbetrieb.

Herzog: „Derzeit liegen die Eutiner Festspiele mit bestenfalls 15 Prozent öffentlicher Förderung durch Stadt, Land und Kreis im jährlichen Budget weit abgeschlagen hinter 22 vergleichbaren Festspielen aus Deutschland und Österreich“. Die finanzieren sich laut actori zwischen 23 bis 35 Prozent über öffentliche Zuschüsse. Unter Verweis darauf hatten die Festspiele bereits für 2019 einen höheren Mittelbedarf bei den Fördergebern angemeldet.

Eine zweite Konsequenz aus dem actori-Gutachten zielt auf die Verbesserung der Aufenthaltsqualität fürs Publikum und der Bühnentechnik. Die Tribüne ist jetzt 44 Jahre alt, die jährlichen Unterhaltungskosten für neue Sitze und Trittbretter beziffern die Festspiele mit 50.000 Euro. Herzog: „Auf Beschluss der Stadtvertretung Eutin hat die Verwaltung für die Neubauplanung der Tribüne erfolgreich eine Bundesförderung beantragt. Jetzt muss politisch entschieden werden, wie diese Mittel eingesetzt werden sollen.“

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