Ticketshop | Konzertkasse: +49 4521 800 1-0 | Öffnungszeiten: Mo. - Do. 9:00 - 12:00 Uhr

Festspiele: So volle Ränge wie selten

aus: Ostholsteiner Anzeiger – von: Constanze Emde

Eine wirklich tolle Spielzeit geht zu Ende, bilanzierte Geschäftsführer Falk Herzog gestern zufrieden: „Mit aktuell 33 000 Karten ist das die erfolgreichste Saison der Eutiner Festspiele seit mehr als zehn Jahren. Wir hatten zehn mal so gut wie ausverkauftes Haus.“ Die Auslastung liege durchschnittlich bei über 87,6 Prozent, dies seien gut 30 Prozent mehr als im Wirtschaftsplan vorgesehen und mehr als doppelt so viel verglichen mit dem Vorjahr.

Mit Falk Herzog als neuem Geschäftsführer zog vor einem Jahr auch frischer Wind in die Opernscheune ein, der nicht nur vom Team sowie den Künstlern, sondern auch den Gästen wohlwollend bemerkt wurde. Die Idee, neue Besucher mit einem Musical neben der traditionellen Oper zu locken, ging auf. „Wir haben Neuland betreten, als wir den Schwerpunkt auf eine große Musicalproduktion gelegt haben und es wurde schnell klar, dass es ein Publikumsrenner wird. Die Oper, das zeigen die Zahlen, lief ebenfalls sehr sehr gut.“ Deshalb freue es Herzog, dass das Erfolgsduo Hardy Rudolz (Musical) und Intendantin Dominique Caron (Oper) auch in der kommenden Saison verantwortlich ist für die beiden Inszenierungen „Kiss Me, Kate“ und die Verdi-Oper „Un ballo in maschera“ (Ein Maskenball). Schon jetzt, so Herzog, seien binnen einer Woche 1000 Karten für die Spielzeit 2019 verkauft. „Wir haben eine treue Zuschauerschaft, die begeistert ist und die wir mit qualitativ hochwertigen Inszenierungen begeistern konnten, das ist wirklich toll“, freute sich Herzog.

Zum großen Erfolg der Spielzeit, die mit dem heutigen Gala-Abend endet, haben viele Faktoren beigetragen – an erster Stelle nannte Herzog das große Team der Festspiele, das wie in einer großen Familie gemeinsam auf ein Ziel, den Erfolg der Saison, hingearbeitet habe. „Dafür möchte ich mich bei allen wirklich recht herzlich bedanken“, sagte Herzog. Es sei keineswegs selbstverständlich, welches große Engagement jeder in diesem Sommer in die Festspiele gesteckt habe und das für vergleichsweise geringes oder gar kein Geld.

Bei all der positiven Bilanz und der Gewinne, die in dieser Spielzeit erwirtschaftet worden seien, dürfe deshalb nicht vergessen werden, welchen Investitionsstau – „angefangen von der Nähmaschine und der Elektrik bis hin zur Tribüne“– es zu finanzieren und abzubauen gebe. Auch die Arbeit, die Herzog gerade als Geschäftsführer mache, laufe unentgeltlich. Noch stünden die Ergebnisse der Actori-Unternehmensberatung aus, doch schon jetzt sei klar, dass Herzog den Vollzeitjob des Geschäftsführers nicht mehr allein und in dieser Dimension ausfüllen könne. Ein weiteres mittelfristiges Ziel bei Gewinnerwirtschaftung sei es außerdem, Wetterrücklagen zu bilden, um in besonderen Fällen auch in der Lage zu sein, den Besuchern bei abgebrochenen Aufführungen entgegenkommen zu können. In diesem Sommer habe es einmal den Fall gegeben, dass in Absprache mit der Feuerwehr aus Sicherheitsgründen wegen starken Gewitters eine Vorstellung nach der Pause abgebrochen werden musste (wir berichteten).

Doch die größte Zeit der Saison meinte es der Sommer gut: „Gutes Wetter ist die Grundvoraussetzung dafür, das Menschen eine Open-Air-Veranstaltung besuchen“, sagte Herzog. Auch die Investitionen im Bereich Marketing und Social Media haben sich spürbar gelohnt: Die zusätzliche Großplakatierung in Hamburg sowie Lübeck und Kiel hätten Wirkung gezeigt. Eine erste Auswertung der Daten ergab, dass die Menschen bereit sind, im Durchschnitt 80 Kilometer bis zum Festspiel-Besuch zu fahren. Ein Großteil der Gäste komme aus dem Hamburger und Kieler Umland sowie aus Niedersachsen, so Herzog. Auch seien die Menschen deutlich früher zur Festspiel-Stätte sowie in die Festspiel-Stadt Eutin gekommen, was nicht zuletzt die Gastronomen bemerkten. Die Zusammenarbeit mit den Kaufleuten der Stadt möchte Herzog in Zukunft ausbauen.

„Die Idee, die Falk Herzog begonnen hat, ist wie eine Saat, auf die die Festspiele aufbauen können und das ist mehr als außergewöhnlich, das die Festspiele das Glück haben, in die Zukunft zu schauen, denn das war trotz erfolgreicher Produktionen in der Vergangenheit nicht immer der Fall“, sagte Intendantin Dominique Caron. Über das Öffnen der Festspiele für alle – wie Kostproben auf dem Marktplatz und in der Opernscheune – können sich Eutiner und Besucher auch 2019 freuen.

„Wir haben noch viele Ideen, sind gespannt, was die Ergebnisse der Unternehmensberatung sagen und dürfen uns nun nicht darauf ausruhen, dass wir eine gute Spielzeit hatten“, betonte Herzog.

Karten für 2019 unter eutiner- festspiele.de und Tel. 04521/80010

Zurück

Aktuelle Nachrichten
Sponsoren und Förderer