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Vorfreude auf die 70.Spielzeit

aus: SHZ-Online von Constanze Emde

Griffiths und Folwill freuen sich, Puccinis Meisterwerk auf die Seebühne zu bringen / Erstmals bieten Festspiele besondere Abos für Gäste

Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog (mitte) ist glücklich, den preisgekrönten Dirigenten Hilary Griffiths (re) und den erfahrenen Opern-Regisseur Igor Folwill an seiner Seite zu haben
Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog (mitte) ist glücklich, den preisgekrönten Dirigenten Hilary Griffiths (re) und den erfahrenen Opern-Regisseur Igor Folwill an seiner Seite zu haben

Constanze Emde EUTIN
Zwei Kölner geben künftig den klassischen Ton bei den Eutiner Festspielen an. Hilary Griffiths und Igor Folwill sind das neue Festspiele-Team für die Oper „Madama Butterfly“, die neben dem Musical „Ein Käfig voller Narren“ in der 70. Spielzeit der Festspiele auf der Seebühne präsentiert wird. Der Kartenvorverkauf für beide Stücke sowie ein Eröffnungskonzert am 20. Juni zu Ehren Webers beginnt am Montag, 16. September.

Beide haben Köln als Heimatstadt, beide bezeichnen Puccinis Oper „Madama Butterfly“ als ein Meisterwerk. Beide schätzen die musikalische Größe Puccinis und freuen sich auf die gemeinsame Inszenierung der „Madama Butterfly“. Dirigent Hilary Griffiths, der bereits von 1991 bis 2006 Musikdirektor der Eutiner Festspiele war, hat sich sehr zur Freude von Geschäftsführer Falk Herzog bereit erklärt, auch für die nächsten beiden Spielzeiten als Künstlerischer Leiter Klassik die Verantwortung für Opern und Gala-Konzerte zu übernehmen. Gemeinsam mit Opern-Regisseur Igor Folwill schwärmte er im Gespräch abwechselnd von den Herausforderungen, die das geplante Stück für die musikalische und szenische Umsetzung bereithalte – und ebenso für den Ort, an dem sie es aufführen werden. „Ich habe ein Faible für besondere Orte und freue mich sehr, gefragt worden zu sein“, sagte der 66-jährige Folwill, der zwischen einer Generalprobe und der Premiere der Zauberflöte bei den Festspielen der Deutschen Sprache mal eben nach Eutin gereist kam.

Die Stadt selbst samt Bühne kenne er noch deutlich anders aus den 70er Jahren, als er während seiner Bundeswehrzeit die Eutiner Festspiele besuchte. Mit der Holsteinischen Schweiz verbinde ihn „eine alte Liebe, es ist einfach unheimlich schön hier“, sagt Igor Folwill. Als er gefragt worden sei, ob er sich ein Engagement vorstellen könne, habe ihm vor allem das Team imponiert. „Sie sind alle so voller Ideen, Idealismus und Engagement. Da wollte ich einfach hin“, sagte Folwill.

Hilary Griffiths freut sich, das Werk ein zweites Mal in Eutin auf die Bühne zu bringen: „Ich war bei der ersten Aufführung 1999 dabei, damals haben wir es in Deutsch gezeigt.“ Puccini habe eine unglaubliche Gabe, Emotionen klar und deutlich in der Musik auszudrücken, und er freue sich, auf der Eutiner Freilichtbühne das volle, farbige Werk mit dem Orchester präsentieren zu können.

Welch’ überregionale Bedeutung die Festspiele haben, betonte Geschäftsführer Falk Herzog: „Von 31.000 verkauften Karten nehmen 14.000 Besucher einen weiteren Weg als 50 Kilometer auf sich.“ Zehn Prozent der Gäste (2866) kommen direkt aus Eutin und Süsel, 4500 aus der Metropolregion Hamburg. „Angesichts der Entfernungsangaben gehören Tagesbesucher in Ostholstein und Strandurlauber zum dominierenden Gästepotenzial der Festspiele“, sagte Herzog. Er sei angesichts des unbeständigen Wetters in diesem Sommer mit dem Überschreiten der 30.000er Marke bei den Gästezahlen zufrieden, sehe aber weiterhin große Ausbaumöglichkeiten auch in Sachen Konzert- und Kinderangeboten.

Um auch die junge Generation anzusprechen, haben die Festspiele in ihrem 70. Jahr deshalb erstmals verschiedene Pakete und Abos im Angebot: So können mit dem Jugend-Vorteilspaket Besucher bis 18 Jahre zwei Karten für 30 statt 70 Euro für Preisklasse (PK) 4 kaufen. Kurzentschlossene haben für die Donnerstagsveranstaltungen ein „After-Work“-Angebot für vier Karten für Preisklasse 1 mit einer Ersparnis von 25 Prozent. Das Event-Abo hält vier Karten (PK 1) inklusive Gastronomie-Gutschein mit 20 Prozent Ersparnis bereit; beim Premieren-Abo inklusive Eröffnungskonzert gibt es ein Glas Secco zu jedem Besuch dazu mit fast 30 Prozent Ersparnis. Die besonderen Angebote sind ab Montag an der Konzertkasse in der Opernscheune buchbar. Den bisher bekannten Frühbucherrabatt von 15 Prozent bis 30. November gibt es auch online.

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