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Saisonbilanz Spielzeit 2018

Die Saison 2018 wird in der langen Geschichte der Eutiner Festspiele einen besonderen Rang einnehmen. Davon zeigte sich Geschäftsführer Falk Herzog am Donnerstag vor der Presse in einem Rückblick auf die 68. Spielzeit überzeugt.

Der Gala-Abend 2018: Tobias Haaks, Mirka Wagner, Hilary Griffiths, Dominique Caron, Rainer Wulf, Joslyn Rechter, Miljenko Turk mit Chor und Orchester

Seine Begründung: „Die Eutiner Festspiele haben ihre angestammte Position als Leuchtturm in der norddeutschen Kulturlandschaft frisch behauptet. Wir haben auf der Freilichtbühne nicht nur einen Sommer ohnegleichen und das Publikum begeisternd mitreißende Inszenierungen erlebt, sondern überall auch einen für uns positiven Stimmungswandel in der breiten Öffentlichkeit. An diesen wunderbaren Festspielsommer werden sich viele Menschen im Norden bestimmt gerne erinnern.“

Diese Einschätzung untermauerte Herzog mit konkreten Zahlen. Für die elf regulären und zwei zusätzlichen Vorstellungen von „My Fair Lady“ wurden insgesamt 21.733 Tickets gebucht, für die sechs Aufführungen von „La Traviata“ wurden 9.701 Karten abgesetzt. Acht Aufführungen des Musicals und eine der Oper wurden von jeweils über 1.800 Zuschauern besucht.

Herzog: „Mit dem bisherigen Vorverkauf für den abschließenden Gala-Abend am Freitag steht jetzt fest, dass diese Saison mit 33.000 Zuschauern die erfolgreichste seit über zehn Jahren ist. Die Auslastung beträgt 87,6 Prozent, 30 Prozent mehr als in der Wirtschaftsplanung kalkuliert. Eine erste Auswertung der Bestellungen nach Adressen zeigt, dass die Festspiele über einen Kundenstamm im gesamten Land Schleswig-Holstein und in Hamburg verfügen. Aber auch aus Berlin und Niedersachsen sind bemerkenswert viele Kartenbestellungen gekommen.“

Als Gründe für den außerordentlichen Publikumszuspruch dieser Spielzeit nannte Herzog zuerst das seit Mai anhaltend warme Wetter. „Diesmal hat die Natur es mit unserer Naturbühne richtig gut gemeint“, scherzte er. Unabhängig davon aber sei es dem Verwaltungsteam der Opernscheune gelungen, die Kartennachfrage früh zu steigern. Als Volltreffer erweise sich bei den Kunden die direkte Buchbarkeit von Plätzen online auf der Internetseite der Festspiele. Bereits Anfang Mai seien 13.000 Karten verkauft gewesen.
Zudem habe eine gezielte Marketing-Offensive für Wochenmärkte und touristische Schwerpunkte in der Region sowie auffällige Werbemittel in Städten wie Hamburg, Lübeck und Kiel die Festspiele wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Hinzu komme die einladende Gestaltung des gastronomischen Angebotes mit engagierten Unternehmern aus Eutin und Umgebung. Falk Herzog: „Unsere Maxime lautet, dass die Festspiele in jeder Hinsicht und für jeden leicht zugänglich sein sollen. Daran wollen und müssen wir weiter arbeiten.“

In seiner Saisonbilanz würdigte Herzog auch den enormen Einsatz des gesamten Ensembles unter der Leitung von Intendantin Dominique Caron. Vom Bühnenarbeiter bis zur Schneiderin, von der Harfenistin bis zum Tenor, vom Beleuchter bis zur Dirigentin, vom Chorsänger bis zum Tontechniker hätten alle Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne bewundernswertes Engagement und Können eingebracht. „Ich kann allen nur danken, dass sie sich so konstruktiv für das Gelingen unserer Vorstellungen eingesetzt haben“, sagte Herzog.

Der Geschäftsführer warnte aber davor, die Zukunft der Festspiele jetzt schon für dauerhaft gesichert zu halten. Wörtlich: „Trotz der guten Einnahmen jetzt darf man nicht vergessen, dass die vergangenen Jahre teilweise nur mit erheblichen Defiziten zu Lasten der Gesellschafter abgeschlossen werden konnten. Diesmal konnte erstmals seit Gründung der Neuen Eutiner Festspiele wieder nennenswert in Technik und Marketing investiert werden, um einen Investitionsstau abzuarbeiten. Mögliche Überschüsse aus diesem Jahr werden dringend benötigt, um weitere Zukunftsinvestitionen zu finanzieren und endlich wieder eine früher vorhandene Vorsorge fürs Wetterrisiko zu schaffen.“ Außerdem müsse noch viel getan werden, damit die Infrastruktur rund um die Freilichtbühne modernen Ansprüchen genügen könne. Herzog: „Dafür brauchen wir fundierte Konzepte und vertrauensvolle Kooperationen mit Stadt, Kreis und Land.“ Die Festspiele würden im Herbst ihre Vorarbeiten dafür in den entsprechenden Gremien vorstellen.

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