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„My Fair Lady“ in Eutin: Überzeugender Auftakt der Festspiele

aus: Flensburger Tageblatt – von: Karin Lubowski

EUTIN Musik und Inszenierung – beides Treffer. Und sogar das Wetter war gut. Eutin ist mit dem Musical „My Fair Lady“ in die Festspielsaison gestartet.

Die Inszenierung von Hardy Rudolz hinterließ ein glückliches Premierenpublikum. Es summt auf dem Heimweg durch den Schlosspark. „Mit ’nem kleenen Stückchen Glück“ ist zu hören, „Es grünt so grün“,„Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ und natürlich „Wäre det nich wundascheen“. Es war wunderschön, da ist das Publikum sich einig.

Dicht am Original: "My Fair Lady"

Ganz ohne Firlefanz und mit dem Gefühl für genau die richtige Portion Klamauk hat das Team um Hardy Rudolz mit ihrer Interpretation des Klassikers einen Volltreffer gelandet –und wie nebenbei einmal mehr bewiesen, dass auf Ostholsteins Grünem Hügel Kultur am besten funktioniert, wenn nicht allzu viel an ihr herumgedoktert wird. Das kecke Blumenmädchen Eliza Doolitte und ihr unterkühlter Sprachforscher Henry Higgins bleiben dort, wo ihre Schöpfer Frederick Loewe (Musik) und Alan J. Lerner (Text) sie zur Uraufführung 1956 platziert wissen wollten: im London des Jahres 1912. Das Eutiner Team hat sich mit spürbarer Liebe zum Detail an das schwere Werk der guten Unterhaltung gemacht. Zwei Tänzerpaare beleben das Geschehen, das musikalisch flott von Romely Pfund am Pult des Hausorchester KaPhil! geleitet wird. Auf der Bühne geht es munter, aber nie chaotisch zu. Das singende Personalist gut in Form. Gelegentlich treibt eine Windböe die technisch verstärkten Stimmen auseinander, aber das gehört zum Eutiner Musical wie Sitzkissen und Gläserklirren. Vorne spielen Musik und Sprachwitz. Higgins (Guido Weber) duelliert sich verbal mit Eliza, Oberst Pickering (Claus J. Frankl) techtelmechtelt mit Haushälterin Mrs. Pearce (Eva Schneidereit), Alfred P. Doolittle (Thomas Schirano) pflegt seine Beziehungen zu Alkoholika und Weiblichem, Mrs. Higgins (Gerlind Rosenbusch) wundert sich über ihren seltsamen Sohn und das Publikum hat seinen Spaß und feiert die Inszenierung enthusiastisch. Wie gesagt: Treffer. Lub

Als zweites Stück der Eutiner Saison hat am 20. Juli die Verdi-Oper „La Traviata“ Premiere. „My Fair Lady“ ist bis zum 22. 8. noch acht Mal zu sehen. Nächster Termin: 13. Juli, 20 Uhr. www.eutiner-festspiele.de

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