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Intendantin der Eutiner Festspiele erfüllt sich musikalischen Traum zum Abschied

aus: shz.de von Constanze Emde

„Ich freue mich sehr, dass unsere 20 Chorsänger beim Gala-Abend von rund 40 Frauen und Männern der Eutiner Kantorei unterstützt werden. Das wird ein wirkungsvoller Zusammenklang“, sagt Caron, die sich mit dem Gala-Abend am 31. August nach acht Jahren von der Festspiel-Bühne als Intendantin verabschieden wird. Die Kooperation sei lange Carons Herzenswunsch gewesen und komme dank guter Organisation zwischen Kantorin Antje Wissemann und Festspiel-Chorleiterin Romely Pfund in diesem Jahr erstmals zusammen.

Beide verbinde neben der Art Musik zu lieben auch eine regionale Beziehung zum Bergischen, berichtet Wissemann. Während die Kantorin gebürtige Wuppertalerin ist, kannte sie Pfund schon aus ihrer Zeit als Generalmusikdirektorin im Bergischen. „Dass ich mal gemeinsam mit ihr in der Holsteinischen Schweiz musiziere, hätte ich mir damals nicht träumen lassen“, sagt Wissemann. Der Wunsch der musikalischen Zusammenarbeit außerhalb des Kirchengemäuers in der Region sei es auch, der dazu führe, in die Kooperation mit den Festspielen einzusteigen – wenngleich der Kirchenchor dann auch dem Gefangenenchor aus Nabucco seine Stimme verleiht. „Das hat absolut nix mit dem Glauben zu tun, sondern mit Kultur und wir bringen kulturell eine ganze Menge auf die Beine in dieser Region und ich freue mich, dass die Festspiele so offen sind“, sagt Antje Wissemann. Musik überwinde viele Grenzen, fügt Caron hinzu, die sich wünschte, dass die Kooperation nur ein Anfang sei. Die anwesenden Chormitglieder beiderseits zeigten sich fasziniert und erfreut, ob der neuen Zusammenarbeit und der Auswahl der Stücke: „Selten hat man die Chance, solche Werke einmal selbst zu singen“, sagt Festspielchorsprecher Karl-Winfried Bode.

Was wird zu hören sein?

Der Chor probt bereits mit Pfund und Wissemann gemeinsam fünf Gesangsstücke aus Werken von Hoffmann, Puccini, Borodin und Verdi von den „Polowetzer Tänzen“ aus der Oper „Prinz Igor“ von Borodin bis zum berühmten „Va pensiero“ aus Verdis „Nabucco“.

Der erste Teil des Gala-Abends wird weitestgehend italienisch, wie Caron sagt. So wird beispielsweise die Arie des Grafen und der Susanna aus „Die Hochzeit des Figaro“ zu hören sein. Aus Bellinis Oper Norma lässt Caron „eines der schönsten Duette für Frauen“ inszenieren. Für das Stück des Zaccharias aus Verdis „Nabucco“ kommt Taras Konoshchenko, der den Zaccharias auch schon 2012 bei den Festspielen gesungen hat. „Ich freue mich sehr, dass einzelne Solisten als meine Wegbegleiter extra für diesen Abend kommen“, sagt Caron. Mit dabei ist Hale Soner, die Violetta aus „La Traviata“ im vergangenen Jahr; Milana Butaeva, die 2013 bei den Festspielen als Carmen in der gleichnamigen Oper debütierte und bis 2016 als Prinz von Orlofsky in „Die Fledermaus“ das Publikum jährlich begeisterte; auch der Tenor Eduardo Aldrén kehrt zurück nach Eutin – sehr zur Freude von Caron und Hilary Griffiths, der erneut die musikalische Leitung des Gala-Abend inne hat. Es spielt die Kammerphilharmonie Lübeck, die Moderation übernimmt der Musikjournalist Rainer Wulff. Das Programm des Gala-Abends präsentiert fast alle Komponisten-Fixsterne im Opernkosmos des 19. Jahrhunderts: aus Italien Bellini, Cilea, Leoncavallo, Puccini und Verdi, aus Frankreich Gounod, Offenbach, Massenet und Bizet, aus Osteuropa Borodin, Dvořák und Tschaikowski sowie aus deutschen Landen Mozart, Strauss und Wagner. Wie persönlich die Auswahl der großen Opern doch ist, wird deutlich, als Caron sagt, dass das Terzett „Hab’s mir gelobt“ aus Strauss „Rosenkavalier“ immer auch Arbeitsanspruch gewesen sei. Jeder bei den Festspielen stecke Herzblut in alles Tun, um auf der Bühne das Publikum zu überzeugen und zu begeistern – von den Mitarbeitern bis zu den Gesellschaftern und Geschäftsführer Falk Herzog. „Jedes Ende ist auch ein Neuanfang. Das vermitteln die Festspiele dauerhaft. Sie wachsen an sich und erzeugen immer wieder neue Triebe“, schließt die Intendantin.

Sehr guter Vorverkauf

Wie gut die Festspiele wachsen mit der Neuausrichtung Musical und Oper macht Geschäftsführer Falk Herzog mit den Vorverkaufszahlen deutlich: „Wir werden am Wochenende die 16.000. Karte verkauft haben. Damit hätten wir die Hälfte von dem, was wir kalkulatorisch mindestens benötigen, erreicht“, sagt Herzog. Der Vorverkauf liege damit nochmal 20 bis 30 Prozent besser als im Vorjahr – Oper und Musical sind gleich auf.

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