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In der Opernscheune entsteht eine wetterunabhängige und barrierefreie Spielstätte

aus: SHZ-Online von Constanze Emde

Wo einst auf Spanplatten die ersten Szenen der neuen Stücke der Festspielsaison geprobt wurden, wann immer es regnete, soll in weniger als einem Monat eine wetterfeste neue Spielstätte entstehen: Die Studiobühne in der Opernscheune der Eutiner Festspiele.

In unterschiedlichen Bühnenkonstellationen – ob kreisrund in der Mitte oder frontal – sollen künftig bis zu 200 Zuschauer bei kleineren eigenen Produktionen, Konzerten oder Lesungen Platz nehmen können. Auch für Kulturveranstalter der Region, wie die Theatergruppe Mischpoke, Kulturbund oder Martin Karl-Wagner, sei die Studiobühne samt Theatertechnik zu mieten.

„Die Studiobühne erlaubt uns auch, mehr Experimente zu wagen wie beispielsweise beim Crossover-Projekt mit der Wolfsschlucht. Wir hatten damals 700 Besucher auf der Tribüne, was gut ist für ein erstes Mal und trotzdem sah es bei fast 2000 Sitzplätzen verloren aus. Dafür ist eine solche Größe mit 200 Plätzen ideal“, sagt Festspiel-Geschäftsführer Falk Herzog.

Neben neuester Beleuchtung und Tontechnik werde dafür gesorgt, dass der 370 Quadratmeter große Raum beheizbar sei, um ihn ganzjährig nutzen zu können. Etwas, das in den benachbarten Torhäusern fehle.

Fonds für Barrierefreiheit gab den Anstoß

Auslöser für die Herrichtung der Studiobühne war die Unterstützung des Landes aus dem Fonds für Barrierefreiheit für den entsprechenden Umbau der Opernscheune. Damit wurde auch die Installation eines Fahrstuhls möglich, der für einen ungehinderten Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen erforderlich ist.

„Schon 2002 wurde der Fahrstuhlschacht in der Opernscheune eingeplant, bislang aber immer als Lager genutzt. Mit der Förderung haben wir nun einen Fahrstuhl einbauen können, sodass die Studiobühne barrierefrei für Künstler und Gäste erreichbar ist“, sagte Herzog. Auch die automatische Öffnung von schweren Brandschutztüren sei im gesamten Gebäude in der Umrüstung.

Erstes Stück wird eine Kinderoper sein

Das erste Stück, das aktuell auf der Studiobühne geplant ist, ist das aktuelle Kinderstück „Der Schwur des Elfenkönigs“ nach der Weber-Oper „Oberon“. Es soll nach den Sommerferien gezeigt werden.

Die Kartenverkäufe liegen insgesamt mit derzeit rund 12.500 gebuchten Plätzen 16 Prozent über dem Stand des gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Eigentlich ein richtiger Grund zur Freude: „Diese Saison hat Potenzial, die Beste seit 2007 zu werden“, sagt Falk Herzog mit Blick auf die gute Buchungslage bislang. Die Mischung, das habe sich einmal mehr gezeigt, werde vom Publikum gut angenommen.

Entscheidung über Start der Spielzeit fällt nach Ostern

Doch die Corona-Krise geht auch an den Eutiner Festspielen nicht folgenlos vorbei. Die Mitarbeiter sind im Homeoffice, die Kartennachfrage stockt gerade. Falk Herzog: „Wir bedenken täglich neu, worauf wir uns vorbereiten müssen. Natürlich treibt auch uns die Sorge um, dass unsere 70. Saison auf der Seebühne nicht so stattfinden kann, wie wir es geplant haben. Bis zum Aufbau der Bühne haben wir aber noch vier Wochen Zeit, so dass wir erst nach Ostern eine finale Entscheidung über Start oder Verschieben der Saison treffen müssen. Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass wir dabei sehr verantwortungsbewusst vorgehen werden.“

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