Ticket-Hotline:  +49 4521 8001-0
  Öffnungszeiten:  Mo - Do | 9:00 - 12:00 Uhr

Im Profil: Interview mit Hardy Rudolz

aus: Ostholsteiner Anzeiger – von: Constanze Emde

Seine Ausbildung absolvierte er am Schauspielstudio Hedi Höpfner in Hamburg, studierte außerdem Gesang und Tanz in Berlin, Wien und Hamburg. Seine internationale Karriere mit Auftritten in den USA und England startete Rudolz mit einem Engagement als Principal Chanteur am legendären Lido de Paris. In Deutschland sorgte er mit der Hauptrolle im „Phantom der Oper“ in Hamburg für Furore. In Eutin ist er zum zweiten Mal, 2012 inszenierte er die Blume von Hawaii.

Auf welches Stück bereiten Sie sich gerade vor?
Auf das Weiße Rössl. Das mache ich als nächstes in Malentes Theater-Palast in Bonn.

Welches Stück hat Sie am meisten beeindruckt?
Immer das, was ich gerade mache. „My Fair Lady“ war früher ein Wunschstück für mich und jetzt im Alter ist es ein großer Schinken, dem wir die Leichtigkeit gegeben haben, den es verdient. Das ist uns hier ganz gut gelungen, denke ich.

Lieblingsurlaubsort?
Meine Heimat, bei diesem Wetter muss ich nirgendwo hin.

Wo würden Sie gerne einmal hinreisen?
Südfrankreich.

Wo möchten Sie nie wieder hin?
Kap Verde, da war es so windig, ich konnte nicht atmen vor lauter Sand im Gesicht. Und an das Hotel und die Mitarbeiter gibt’s auch keine guten Erinnerungen.

Wo ist der schönste Fleck in Ostholstein? Ich liebe die ganze Landschaft hier rund um Ascheberg, Malente, Plön bis zur Ostsee. Gestern war ich an der Steilküste in Sierksdorf und spazierte zwischen Feldern zur einen und der Ostsee zur anderen Seite, ganz allein – wunderschön.

Mit wem möchten Sie einmal zusammen frühstücken?
Mit netten Menschen, die mir sympathisch sind. Ich bin ein großer Frühstücker und genieße auch die spontanen Gespräche beim Frühstück auf dem Eutiner Markt.

Welchen Kinofilm haben Sie zuletzt gesehen? Florence Foster Jenkins mit Meryl Streep. Die Geschichte hinter dem Film ist sehr berührend.

Was sammeln Sie?
Ich liebe Gläser und kleine Dosen und ich habe mal kleine Teddys gesammelt, viele von denen aber schon wieder verschenkt. Auch Silberbestecke sammel ich und Bunzlauer Geschirr.

Ihr Lieblingsessen?
Frische Erbsen und Wurzeln in klassischer Mehlschwitze mit viel Petersilie und jungen Kar-toffeln, an denen noch die Schale ist. So hat es meine Mama gemacht, einfach lecker. Auch ihre Königsberger Klopse, die liebe ich und kann sie auch sehr gut.

Ihre Lieblingsmusik?
Ich mag viele, gern leicht klassisch angehaucht. Keinen Schlager! Aber ich habe Ausnahme-lieder wie „Mambo Number 5“ oder „You don’t have to kiss“, das höre ich gern, wenn ich etwas für gute Laune brauche...oder beim Putzen (lacht).

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?
Nichts, obwohl...das kann ich nicht. Ich bin gern in meinem eigenen Garten, puzzle dort um-her, schaue nach den Fischlein und kümmer’ mich um den Teich.

Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Biologie, Erdkunde und Gemeinschaftskunde.

Wohin ziehen Sie sich zurück, wenn Sie allein sein wollen?
In die Natur rund um Börnsen. Am liebsten in Dalbekschlucht, das ist eine wunderschöne Landschaft.

In welches Jahrhundert würden Sie gerne eine Zeitreise machen?
So 150 Jahre zurück, um zu sehen, wie Städte, wie Eutin, damals waren.

Was war Ihr peinlichster Auftritt?
Einmal, bei „A Chorus Line“ hatte ich für einen Umzug nur Sekunden hinter der Bühne Zeit und musste im Laufen ins neue Kostüm schlüpfen. Das platzte auf der Bühne dann – warum auch immer – auf und zum Vorschein kam meine knallgelbe Unterhose.

Ohne was wäre das Leben leichter?
Ohne wenn, hätte, täte und könnte...Sag’ einfach, was du möchtest, behandle Menschen respektvoll und mach es.

Was würden Sie gerne können?
Die Zeit stehen lassen, um schöne Momente noch ein bisschen länger genießen zu können. Und: Schlittschuhlaufen mit großen, drehenden Luftsprüngen (lacht).

Welche drei Sachen würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Das kommt auf die Insel an. Wenn sie ist, wie die von Robinson Crusoe, dann hab ich alles und brauche nur mein Handy, um notfalls einen Arzt zu rufen und die Medikamente, die ich zum Überleben brauche. Vielleicht noch ein Aggregat zur Stromerzeugung... fürs Handy.

Wenn Sie ein Tier wären, welches am liebsten?
Ein gemütlicher Braunbär, ich schlecke gerne Honig und halte gerne Winterschlaf.

Wovon haben wir Sie gerade abgehalten?
Von nichts, ich konnte entspannt nebenbei frühstücken.

Zurück

Aktuelle Nachrichten
Sponsoren und Förderer