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Festspiele: Wenn Kate küsst und schlägt

aus: ln-Online – von: Susanne Peyronnet

Bild Susanne Peyronnet: In der Hauptrolle Patricia Hodell als Lilli Vanessi (Katharina), Regisseur Hardy Rudolz & musikalische Leiterin Romely Pfund (v. l.) mit Shakespeare.

Eutin
Der „Kampf der Geschlechter mal 1000“, sagt Intendantin Dominique Caron, werde auf die Bühne gebracht. Die Eutiner Festspiele stellten am Donnerstag ihre Musicalinszenierung der Spielzeit 2019 vor: „Kiss me, Kate“ von Cole Porter. Am Regiepult sitzt wie in der erfolgreichen „My Fair Lady“-Produktion vom vergangenen Jahr wieder Hardy Rudolz. Er verspricht: „Der Zuschauer wird viel zu lachen haben und es gibt viele schöne Melodien.“

Außerdem zu sehen: Musicaldarsteller von Rang. Für die Hauptrolle der Lilli Vanessi (Katharina) gewann Rudolz die Schweizerin Patricia Hodell, die am Donnerstag das erste Mal im Holsteiner Land war, sich selbst aber als open-air-erprobt beschreibt. Sie sei total wetterfest. Die Titelrolle in Cole Porters Musical spiele sie zum ersten Mal: „,Kiss me, Kate’ ist für mich etwas ganz Spezielles. Ich habe in New York Musical studiert. Eines der ersten Stücke, das ich interpretiert habe, war ,I hate men’. Da schließt sich der Kreis.“

Voller Körpereinsatz
Für Hodell ist es „eine der herausfordernsten Rollen, gesanglich, stimmlich, körperlich und schauspielerisch“. Denn sie tritt, beißt und kratzt auf der Bühne, das erfordert Muskelkraft, erläutert die gertenschlanke Frau und sieht den prallen Bizeps des neben ihr sitzenden Thomas Schirano an. Der wird den 2. Ganoven verkörpern. Den Festspielbesuchern vom vergangenen Jahr ist Schirano gut bekannt als umjubelter Alfred P. Doolittle. In Eutin singt er zusammen mit dem 1. Ganoven, verkörpert von Andreas Zaron, das berühmte Lied „Schlag nach bei Shakespeare“. Die männliche Hauptrolle des Fred Graham (Petruchio) verkörpert der niederländische Bariton Peter Bording.

Großer Bigband-Sound
Auf der Bühne – aber auf welcher, der realen, der nur gespielten? – wird viel los sein. 19 Tänzer (Choreografie: Vanni Viscusi) plus Chor vervollständigen das Ensemble, in dem es eine lange Reihe von Solorollen gibt. Im Orchestergraben davor sitzt ein riesiges Orchester mit 27 Musikern. Die Kammerphilharmonie Lübeck wird ergänzt durch einen Schwung Saxofonisten und zwei Schlagzeuger. Aus dem Graben kommt ein „riesiger Bigband-Sound“, kündigt die musikalische Leiterin Romely Pfund an. Sie weiß, wie groß die Herausforderung für die Musiker ist: „Es ist richtig schwere Literatur, die leicht dargeboten werden muss.“

Weil es die Sänger nicht leicht haben werden, gegen ein so wuchtiges Orchester anzukommen, gibt es im Eutiner Musical wieder Mikroports. Harry Rudolz: „Sonst schreist du dich zu Tode.“ Das Musical 2019 soll ein optischer und akustischer Genuss werden. Der Festspiele-Gesellschafter und -Geschäftsführer Falk Herzog sagt: „Wir werden die Soundtechnik noch mehr aufstocken, um den Klang zu verbessern. Außerdem haben wir Rolf Essers als neuen Lichtdesigner, wir erwarten viele neue Lichteffekte.“

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