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Festspiele Eutin wollen flexibel auf Corona reagieren

aus: OHA-Online von Achim Krauskopf

Der für Anfang Dezember geplante Start des Kartenvorverkaufs wurde erst einmal verschoben.

Das Musical "Cabaret" und die Oper "La Bohème" 2021 im Schlossgarten Eutin.
Das Musical "Cabaret" und die Oper "La Bohème" 2021 im Schlossgarten Eutin.

Eutin | Die Eutiner Festspiele wollen für möglichst viele Szenarien, die sich durch die Corona-Pandemie noch ergeben könnten, durch ein hohes Maß an Flexibilität gewappnet bleiben. Damit die nächste Spielzeit unter absehbaren Corona-Bedingungen bestmöglich gelingt, wollen die Festspiele ihre Planungen flexibel den wechselnden Bedingungen anpassen.

Festspiele bekommen künftig jedes Jahr vom Kreis 40.000 Euro

Im Gegensatz dazu hat der Kreis Ostholstein seine über Jahrzehnte geübte Flexibilität bei der finanziellen Förderung des Eutiner Opernbetriebs aufgegeben: In der jüngsten Sitzung des Kuratoriums für der kreiseigenen Stiftung für Kultur und Erwachsenenbildung vergangene Woche wurde einstimmig beschlossen, dass die Festspiele künftig jedes Jahr mit einem Zuschuss des Kreises in der Höhe von 40.000 Euro rechnen können.

Das ist, gemessen an der über Jahrzehnte gepflegten Praxis, die Höhe der Förderung für den Eutiner Opernbetrieb jedes Jahr neu zu fixieren, ein epochaler Beschluss. Bevor ihn das Kuratorium fällte, hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog die Möglichkeit, für einen sogenannten institutionellen Zuschuss des Kreises zu werben.

Prüfung der Vereinbarkeit mit Förderrichtlnien erfolgt

Im Haushaltsplan der Stiftung hatte für 2021 ein Zuschussbetrag von 25.000 Euro gestanden. Über eine für die Festspiele verlässliche Förderung über jeweils 40.000 Euro in mindestens den kommenden fünf Jahren war bereits vor einem Jahr im Kuratorium der Stiftung besprochen worden, seither war eine Prüfung erfolgt, ob sie mit den Richtlinien der Kulturförderung vereinbar ist.

Falk Herzog hat mit Blick auf die nahe Zukunft in einer Pressemitteilung versichert, dass die Festspiele entschlossen seien, sich trotz Corona und erneuter Verbote für Kulturveranstaltungen in den Planungen für die Saison 2021 nicht entmutigen zuz lassen. „Wir sind fest entschlossen, die wunderbare Seebühne im kommenden Sommer wieder mit begeisternden Aufführungen der Oper ‚La Bohème‘ und des Musicals ‚Cabaret‘ zu füllen.“

"Aufgrund der Corona-Umstände gehen wir für alle Beteiligten lieber auf Nummer sicher und warten die Entwicklung ab. Damit entfällt für unser Publikum diesmal beim Kartenkauf leider der Frühbucherrabatt."
Falk Herzog, Geschäftsführer

Zu der dafür notwendigen Flexibilität gehöre, dass der Kartenverkauf, dessen Beginn ursprünglich für Anfang Dezember vorgesehen war, auf noch unbestimmte Zeit verschoben werden müsse. Herzog: „Aufgrund der Corona-Umstände gehen wir für alle Beteiligten lieber auf Nummer sicher und warten die Entwicklung ab. Damit entfällt für unser Publikum diesmal beim Kartenkauf leider der Frühbucherrabatt. Wir werden die Tickets erst dann verbindlich in den Verkauf geben, wenn wir bei den Aufführungsbedingungen klarer sehen können. Das wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2021 der Fall sein.“

Gemäß den bisherigen Corona-Abstandsregeln richteten sich die Festspiele darauf ein, dass ihr Platzangebot auf der Tribüne erheblich begrenzt werde. Von 1886 Sitzen sollen erst nur Reservierungen für 450 pro Vorstellung angenommen werden. Buchungen sollen dabei nur für mindestens zwei benachbarte Sitze möglich sein.

Kartenwünsche nur für Preiskategorie und Tribünenblock

Und Kartenwünsche können zunächst nur für die Preiskategorie und den Tribünenblock angemeldet werden; die genaue Platzierung und Zusendung der Tickets erfolgen spätestens vier Wochen vor der jeweiligen Vorstellung durch die Konzertkasse.

Wie berichtet, hatten die Festspiele bereits im September ihr Programm auf Corona-Bedingungen getrimmt. Anstelle der ursprünglich angekündigten Werke „Der Freischütz“ und „West Side Story“ haben sie jetzt für die Saison 2021 Puccinis beliebteste Oper „La Bohème“ sowie das weltweit gefeierte Musical „Cabaret“ auf den Spielplan gesetzt. „Beide können geschmeidig den möglichen Corona -Vorgaben auf der Bühne angepasst werden, ohne musikalisch und theatralisch an Wirkung zu verlieren“, sagte Herzog zum Stückewechsel.

Wertausgleich für Karten aus 2020 nur bis 31.12.2020

Herzog erinnerte daran, dass ein Wertausgleich für Karten, die für Vorstellungen der komplett abgesagten Saison 2020 gekauft wurden, am 31. Dezember 2020 ende. Herzog: „Unser seit April bestehendes Angebot: Kunden können die Tickets in vier Jahre gültige Gutscheine umwandeln. Oder sich den Betrag erstatten lassen. Oder ihn den Festspielen aus Solidarität teilweise oder ganz spenden. Ein Tausch von Karten für Tickets der nächsten Spielzeit ist nicht möglich.“

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