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Festspiele dankbar für Landeshilfe

Die Eutiner Festspiele können nach der Absage der Saison 2020 beruhigt für die Zukunft planen.

Die abgesagten Vorstellungen 2020
Die abgesagten Vorstellungen 2020

Eine kräftige Finanzhilfe des Landes aus dem Corona-Hilfsprogramm Kultur unterstützt sie dabei, die bedrohlichen Folgen der Pandemie zu meistern. Geschäftsführer Falk Herzog hob in einer Pressemitteilung hervor, dass die Landesregierung den Festspielen frühzeitig Hilfe versprochen habe. „Ministerin Prien hat Wort gehalten. Das Kulturministerium hat schnell und unbürokratisch die Finanzhilfe bewilligt. Damit konnten wir den existenzbedrohenden Liquiditätsengpass abwenden. Alle Freunde der Festspiele können dafür einfach nur dankbar sein“, sagte Herzog.

Mit den Landesmitteln wird jetzt der Ausfall der geplanten Einnahmen aus dem Kartenverkauf kompensiert. Bis Mitte März waren rund 12.500 Karten für den Sommer verkauft, 15 Prozent mehr als 2019 zu dem Zeitpunkt. Allein dabei geht es um eine Größenordnung von rund 500.000 Euro.
Falk Herzog: „Zwar haben wir mit der Absage Mitte April sofort begonnen, nach Möglichkeit alle Kosten zu vermeiden oder zu begrenzen. Aber so kurz vor Beginn der Proben war schon eine Menge an notwendigen Vorarbeiten und Vertragsbindungen in Auftrag gegeben, wofür wir natürlich aufkommen müssen. Für unseren Antrag zur Corona-Hilfe haben wir beim Land einen entsprechend aktualisierten Wirtschaftsplan eingereicht, der nun im Kulturministerium weitgehend akzeptiert wurde.“

Damit haben die Festspiele nach Herzogs Worten nun Planungssicherheit für den laufenden Betrieb. Dazu gehört auch die Rückerstattung von Eintrittskarten. Falk Herzog: „Nach unseren Geschäftsbedingungen hätten wir diese Rückzahlung binnen sechs Wochen nach dem jeweils ausgefallenen Veranstaltungstermin anweisen müssen. Wir sind froh, dass wir unseren Kunden jetzt schon deutlich früher ihr Geld zurückgeben können. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Festspiele darf in keinem Fall enttäuscht werden.“

Das kleine Verwaltungsteam in der Opernscheune habe bereits rund 11.000 Karten entsprechend der Kundenangaben in Überweisungen, Gutscheine oder Spenden umgewandelt. Dabei sei von zahlreichen Kunden das Kartengeld den Festspielen ganz oder teilweise als Spende belassen worden. „Das macht in Summe bisher knapp 50.000 Euro aus. Diese Großzügigkeit ist ebenso erfreulich wie die Fülle von positiven und aufmunternden Aussagen unseres Publikums in den Erstattungsanträgen“, sagte Herzog.

Auch für die Künstlerinnen und Künstler, deren Verträge gekündigt werden mussten, zeichnet sich eine finanzielle Entschädigung seitens der Festspiele ab. „Wir sind uns mit dem Kulturministerium einig, dass Corona-bedingte Absagen nicht zu Lasten von Künstlerinnen und Künstler gehen dürfen. Sie benötigen einen Ausgleich für ausgefallene Honorare“, unterstrich Herzog. Außerdem haben die Festspiele mit dem Verkauf von Gesichtsmasken eine eigene Hilfsaktion in Eutin für Künstler gestartet.

Für 2021 sieht Herzog die Weichen trotz Corona gut gestellt. „Wir alle blicken mit Optimismus in die nächste Saison und wollen im Sommer 2021 das 70-jährige Bestehen der Festspiele feiern. Mit Bernsteins Musical ‚West Side Story‘ und Carl Maria von Webers Oper ‚Der Freischütz‘ stehen sehr attraktive Werke auf unserem Jubiläumsprogramm. Die Vorbereitungen für diese Produktionen laufen bereits auf Hochtouren.“ Der Vorverkauf soll voraussichtlich zum 1. November starten.

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