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Festspiele legen fulminanten Start hin

aus: LN-Online von Ulrike Benthien

Top-Wetter, ein nahezu ausverkauftes Haus, ein glänzend aufspielendes, stimmstarkes Ensemble, dazu rasante Tanzszenen: Die Besucher waren hin und weg. Für die Festspiele war es ein Auftakt nach Maß.

Die Arbeit der vergangenen Monate hat sich gelohnt, die Investitionen, unter anderem in Technik und eine neue Bühne, haben sich ausgezahlt: Die Eutiner Festspiele sind mit der Premiere des Cole Porter Musicals „Kiss me, Kate“ hervorragend in ihre neue Spielzeit gestartet. Auch das Wetter, immer ein Unsicherheitsfaktor auf der Seebühne, machte mit. Er habe als Schirmherr der Festspiele nicht viele Pflichten, scherzte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), wohl aber die, für gutes Wetter zu sorgen. Mit einem norddeutschen „Moin“ begrüßte er die 1800 Zuschauer auf der Tribüne.

Die Arbeit der vergangenen Monate hat sich gelohnt, die Investitionen, unter anderem in Technik und eine neue Bühne, haben sich ausgezahlt: Die Eutiner Festspiele sind mit der Premiere des Cole Porter Musicals „Kiss me, Kate“ hervorragend in ihre neue Spielzeit gestartet. Auch das Wetter, immer ein Unsicherheitsfaktor auf der Seebühne, machte mit. Er habe als Schirmherr der Festspiele nicht viele Pflichten, scherzte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), wohl aber die, für gutes Wetter zu sorgen. Mit einem norddeutschen „Moin“ begrüßte er die 1800 Zuschauer auf der Tribüne.

Daniel Günther lobte bei der Gelegenheit das Engagement von Intendantin Dominique Caron, die sich Ende August von den Festspielen verabschiedet. „Danke für acht Jahre mit viel Herzblut“, sagte er. Caron erwiderte: „Es hat mir Riesenspaß gemacht.“ Ehe es sentimental werden konnte, fügte sie an: „Wollen wir jetzt Spaß haben? Das machen wir.“ Zu viel versprochen war das nicht.

Schnell, bunt und frech
Auf der Bühne zündete ein wahres Unterhaltungsfeuerwerk: eingängige Melodien, rasante Tanzszenen, farbenfrohe Kostüme, ein ständig wechselndes Bühnenbild, Polit-Gags (Donald Trump am Telefon), Blödeleien („Sie sind schon seit Jahren mein Odol!“), kleine Frivolitäten und Flirts. Auch Dirigentin Romely Pfund kam nicht davon. Schwerenöter Fred Graham/Petruchio (Peter Bording) probierte selbst bei ihr seinen Charme aus, wurde aber auf „nach der Vorstellung!“ vertröstet. Das veranlasste Pfunds Ehemann Christian Schwandt, Direktor am Theater Lübeck, bei der Premierenfeier zu der Äußerung: „Ich muss wohl öfter herkommen. Sonst schleppt der Bording noch meine Frau ab!“

Das Stück im Stück („Der Widerspenstigen Zähmung“ von Shakespeare soll von einer Theatertruppe als Musical aufgeführt werden, deren Protagonisten, ein geschiedenes Ehepaar, gewissermaßen Berufliches und Privates nicht trennen können) ist ein Vergnügen. Publikumslieblinge an dem Abend ohne Zweifel: zwei Ganoven (Andreas Zaron und Thomas Schirano). Auch sie stellten Anforderungen an Dirigentin Pfund: „Schmeißen Sie mal ’nen Riemen auf die Orgel!“ und „Los, gib Gummi, Mutti!“. Dann schmetterten sie den Klassiker „Schlag nach bei Shakespeare...“

Vom Publikum gab es überschwängliches Lob. „Großartig. Ich lache die ganze Zeit. Vor allem die Hauptdarsteller sind klasse“, urteilte Christian Neitzke aus Hamburg. Er will die Vorstellung noch mindestens drei mal sehen, „denn meine Frau Lisa gehört zum Ensemble“. Sandra und Stephan Stender aus Kiel haben vor allem „die tollen Stimmen, besonders die der Hauptdarsteller“ beeindruckt. „Es war spritzig, mir haben die Kostüme sehr gefallen“, sagte Sabine Hartmann aus Hamburg.

Das Musical „Kiss me, Kate“ war am ersten Abend nahezu ausverkauft. Die Gäste waren begeistert, die Künstler glücklich über den Erfolg.
Die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) genoss nach „einer strammen Arbeitswoche eine beschwingte Vorstellung mit tollen Tanzszenen“. Monika Heinold (Grüne), Kieler Finanzministerin und eigentlich mehr der Oper zugetan, sagte: „Es war unterhaltsam, kurzweilig, künstlerisch hochwertig, insgesamt ein schöner Abend. Die Festspiele stellen sich hervorragend auf den Zeitgeist ein.“

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