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Eine neue Bühne für die Festspiele

aus: LN-Online – von: Ulrike Benthien

Eutin – Vor Beginn der neuen Spielzeit investieren die Eutiner Festspiele kräftig. Für rund 60 000 Euro wird die gesamte Grundbühne erneuert. „Bislang hatten wir eine dem Hügel angepasste schräge. Aber wir brauchen, insbesondere für Tanzszenen, möglichst ebene Flächen“, erläutert Geschäftsführer Falk Herzog bei einem Pressetermin. „Das Universalbühnengestell ist variabel, es besteht aus zwei mal ein Meter großen Modulen und kann theoretisch jedes Jahr anders gebaut werden.“ Weiterer Vorteil: „Die Umbau- und Rüstzeiten werden massiv verkürzt. Die Aufbauzeit der Grundbühne beträgt nur noch zwei bis drei Tage statt bisher zwei bis drei Wochen. Das ermöglicht es uns, die Bühne während der Festspielzeit auch anders zu nutzen“, sagt Falk Herzog.

Über diese Anschaffung ist nicht zuletzt Hardy Rudolz froh, der nach 2012 und 2018 erneut in diesem und im kommenden Jahr in Eutin inszenieren wird – jetzt als Künstlerischer Leiter Musical. Am 27. Mai beginnen die Proben für „Kiss me, Kate“. „Mit 19 Akteuren plus Chor, und es wird viel getanzt“, kündigt er an. Rudolz, Jahrgang 1955, Schauspieler, Sänger, Entertainer, Regisseur, Choreograf und international erfahrener Musicaldarsteller, sagt: „Ich liebe ,Kiss me, Kate’. Wir werden diese herrliche Komödie mit Irrungen und Wirrungen in Eutin auf Deutsch spielen. Das wird flott, lustig und kurzweilig werden.“ Das Stück handelt von einer Theatertruppe, die eine musikalische Fassung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ aufführt. „In Deutschland wird ,Kiss me, Kate’ auch meist sehr operettig erzählt, das will ich aber nicht. Es gibt so tolle Dialoge“, sagt Rudolz. Er werde die Schauspieler in den Sängern hervorholen.

Interesse an Musical und Oper gleichermaßen
Der Vorverkauf belege, dass das Interesse der Besucher gleichermaßen dem Musical wie der Oper (aufgeführt wird im Sommer „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi, inszeniert von Intendantin Dominique Caron) gelte, sagt Festspiele-Pressesprecherin Ulrike Horstmann. 9403 Karten seien insgesamt verkauft. „Das sind 1500 Karten mehr als zum selben Zeitpunkt 2018“, konstatiert Falk Herzog. Nach massiven Plakat-Aktionen im vergangenen Jahr in Hamburg, Lübeck, Kiel und an der Küste stelle man jetzt beim Kartenverkauf über den Web-Shop fest, dass gerade das Hamburger Umland sehr neugierig auf die Festspiele sei. Viele Kunden fänden über die neu gestaltete Homepage der Festspiele zum Web-Shop, sagt Ulrike Horstmann.

Breiteres Programm, mehr Aufführungen
Falk Herzog und Hardy Rudolz sind sich einig, dass die Festspiele ein breiter gefächertes Programm und mehr Aufführungen brauchen – das hatte ihnen schon die Unternehmensberatung Actori nahegelegt. Für Kinder und „im Herzen Junggebliebene“, so sagt Dominique Caron, wird im Sommer im Torhaus drei Mal das Singspiel „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber aufgeführt. Um es entsprechend bespielen zu können (Vermieter ist die Stadt), sorgen die Festspiele selbst für das Gestühl. „Wir werden uns auch eine eigene Ton- und Beleuchtungstechnik zulegen“, sagt der Geschäftsführer. Rudolz möchte die Festspiele auch im Winter und Frühjahr ins Gedächtnis der Besucher rufen: Ein kleines Konzert, das er am 10. März gemeinsam mit einer Hamburger Kollegin in Malente gibt, soll der Anfang sein.

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