Mit einem Klick erhalten Sie weitere Informationen zum Festspielchor:

>>>  "Mitsingen?" (Kontaktadressen und mehr)

>>>   "Termine"  (Proben und Aufführungen)

 


 

Der Eutiner Festspielchor

Der Freischütz Spielzeit 1952Die Stadt Eutin, gelegen im Ostholsteinischen, hat in vielerlei Hinsicht ihres dort 1786 geborenen großen Sohnes Carl Maria von Weber ehrend gedacht. Im Schlossgarten wurde ein Weber-Hain mit einem Weber-Denkmal errichtet, eine Weber-Büste auf einer Granitsäule. Auch wurden Straßen nach ihm und seinen Opern benannt. 1951 erfolgte eine weitere, wie sich bald herausstellen sollte, nachhaltige Ehrung. Aus Anlass seines 125. Todestages beschloss man, die größte Oper des Komponisten, den „Freischütz“, auf einer Freilichtbühne im Schlossgarten am Großen Eutiner See aufzuführen. Aus den geplanten zwei Aufführungen wurden wegen des großen Erfolges neun. Das war die Geburtsstunde der bis heute jährlich in den Sommermonaten stattfindenden Opern-Festspiele.

IMG 8394Seit diesen ersten „Freischütz“-Aufführungen ist der Opernchor eine der tragenden Säulen der Eutiner Festspiele, die sich bis 1999 „Eutiner Sommerspiele“ nannten. Schon der „Freischütz“ erforderte einen stimmkräftigen Chor, für das anfängliche „Victoria, Victoria“ und auch die nachfolgenden Chorpartien einschließlich des bekannt-berühmten „Jägerchores“. So wurde in den nachfolgenden Jahrzehnten stets die für Eutin stattliche Zahl von ca. 80 Choristinnen und Choristen an Berufssängern und chorerfahrenen Laien zu den Festspielen berufen. Damit gab es immer einen voluminösen Chorklang auf der Freilichtbühne am Großen Eutiner See. Die Berufssänger kamen aus vielen Opernhäusern des In- und Auslandes, die Laienmitglieder stammten und stammen auch noch heute überwiegend aus Eutin, woraus in der Geburtsstadt Webers ein beachtliches Interesse an dem Chor und damit an den Fest-spielen, der Eutiner „fünften Jahreszeit“, resultiert. Von 1990 bis 2005 gehörten auch jährlich ca. 15 Männerstimmen des Extra-Chores der Kieler Oper dem Festspielchor an.

Es kamen natürlich auch andere große Choropern auf die Spielpläne, wie beispielsweise „Aida“, „Nabucco“ und „Troubadour“ von Giuseppe Verdi, „Tannhäuser“ und „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner und „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven. Unangefochten die Nr. 1 jedoch ist Webers „Freischütz“, der bisher in immerhin 42 Spielzeiten zur Auf-führung gelangte, einmal in 20 Spielzeiten in Folge. Trotz dieser hohen Zahl an Vorstellungen verlor das Eutiner Publikum nie das Interesse an dieser Oper, sondern sie zog es immer wieder neu gleich einem Magneten auf die Tribüne zu stets fast ausverkauftem Hause. Dabei avancierte der schon sehnlichst erwartete „Jägerchor“ zur heimlichen Hymne Eutins.

Maßgeblich wirkte der Festspielchor auch bei den meistens die Festspielsaisons abschließenden Gala-Abenden durch den Vortrag von Perlen der klassischen Chorliteratur mit, teils allein, teils auch als Begleitung von oft namhaften Solistinnen und Solisten.

So ist der Festspielchor ein fester und vom Publikum gewünschter und sehr geschätzter Bestandteil der Opernfestspiele auf der Seebühne, dem Eutiner „grünen Hügel“.

(Text Dr. Gerhard Lange)

 

 

 

 

 Wir danken der Ulbricht StiftungLand Schleswig Holstein Wir danken der Sparkasse Holstein Wir danken der Sparkassen-Kulturstiftung OstholsteinSWE-LogoStadt EutinKreis OstholsteinEutiner KulturgenossenschaftfamilaNDR-kultur
NDR Welle NordKSK IngenieureAutohaus am BungsbergLMK Einkaufswelt